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Auf der Jagd mit Sofias Smuggling! Mein vierter Spielort: das Museum Schloss Moyland

27.11.2020

Schon bei meinem ersten Schloss Moyland-Besuch im letzten Jahr habe ich mich in dieses außergewöhnliche Ambiente, in die historische Schloss- und Gartenanlage, aber auch in das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst mit dem Schwerpunkt Joseph Beuys verliebt. Das Besondere: Dank eigener App, vielen Workshops und Führungen wird das Museum nicht nur lebendig, sondern zu einem echten Erlebnis. Mit der grenzüberschreitenden Spiele-App Sofias Smuggling könnt ihr das Museum jetzt auch interaktiv und spielerisch entdecken. Ich bin bereit für meine vierte Runde Augmented Reality, ihr auch?

 

Es ist einer dieser schönen Herbsttage… etwas frisch, aber die Sonne scheint und die Luft ist sehr klar – die perfekten Bedingungen für einen kleinen Spaziergang durch die Schlossanlage in Bedburg-Hau. Von weitem winkt uns schon die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Sofia Tuchard zu. Sie hat meinen Fotografen Malte und mich im letzten Jahr schon durchs Schloss und den schönen Weihnachtsmarkt geführt, der in diesem Jahr ja leider nicht stattfinden darf. Aber es freut mich sehr, dass wir uns in diesem besonderen Corona-Jahr gesund wiedersehen!

Neue Sonderausstellung: natura artis magistra

„Da sind wir wieder! Schön, dass ihr uns nochmal besuchen kommt. Ihr habt ja schon einiges beim letzten Mal gesehen, aber wir haben aktuell zwei schöne Sonderausstellungen zu Joseph Beuys und über Naturmaterialien in der zeitgenössischen Kunst mit dem Namen „natura artis magistra“, macht uns Sofia neugierig auf die neuen Highlights im Schloss. Das erste Natur-Kunstwerk, das mir ins Auge fällt, lässt auch nicht lange auf sich warten. Scheinbar befinden wir uns unter der Erde und sehen Baumstämme mit riesigen Wurzeln. „Das ist ein Werk von Giuseppe Licari, der heute in den Niederlanden lebt und arbeitet. Er schafft es hier, das Publikum in ein Stück Natur eintauchen zu lassen, das auf ungewöhnliche Weise in den Innenraum eines Museums verpflanzt wurde“, erklärt Sofia.

Aber auch ein paar Räume weiter, wird es ungewöhnlich. Claire Morgan hat u.a. tote Fliegen präpariert, auf kleine Fäden gezogen und zu einer Kugel geformt… hört sich seltsam an, aber was ich da gerade vor mir sehe, irritiert und fasziniert mich gleichermaßen. Eine besondere und farbige Sandarbeit gibt es von Elvira Wersche zu sehen. „Den Sand hat sie aus allen Teilen der Welt gesammelt und daraus eine komplexe geometrische Form geschaffen. Genau auf diese Arbeit zielt übrigens auch eine Frage in unserem Quiz ab“, verrät mir Sofia. „Wir haben ja eine eigene App, mit der wir nicht nur weitere Informationen rund um das Museum zur Verfügung stellen, sondern auch Quizze mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.“ Ein tolles Angebot, das ich unbedingt bei meinem nächsten Besuch ausgiebig testen muss. Die Ausstellung „natura artis magistra“ könnt ihr übrigens noch bis zum 15. Februar entdecken und es lohnt sich wirklich! Dazu bietet das Museum übrigens ein Begleitprogramm an. Jeden 2. und 4. Sonntag im Monat findet z.B. eine öffentliche Führung statt und es gibt sogar Vorträge und Workshops. Mehr Infos dazu, findet ihr u.a. hier:

https://niederrhein-tourismus.de/nt-events/natura-artis-magistra-ausstellung-im-schloss-moyland-2-2-2-2-2

Auf den Spuren von Joseph Beuys…

Dass Joseph Beuys eine wichtige Rolle hier im Museum Schloss Moyland spielt, habe ich euch ja auch schon verraten und auch bei meinem letzten Besuch mehr davon erzählt. Aktuell gibt es zu diesem Ausnahmekünstler eine Sonderausstellung mit dem Titel „bearbeitete Zeitungen von Joseph Beuys“. Anfang Oktober eröffnet, könnt ihr diese noch bis zum 28. Februar besuchen. „Dreh- und Angelpunkt dieser Ausstellung ist, das Joseph Beuys Anfang der 1960er Jahre Drucksachen wie Zeitungen und Zeitschriften, wie viele andere Künstler zu dieser Zeit, in Collagen und Objekte verwandelt hat. Rund 50 Werke zeigen wir hier, darunter Drucksachen, aber auch Fotografien“, erklärt mir Sofia.

Bei meinem letzten Besuch habe ich übrigens erfahren, dass die Stiftung Museum Schloss Moyland sogar auch internationales Forschungszentrum zu Joseph Beuys ist und mit annähernd 6.000 Arbeiten, vor allen Dingen frühe Werke, die weltweit größte Sammlung an Werken von Joseph Beuys besitzt. Eine beeindruckende Zahl, die mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist. Wenn ihr also mehr über das künstlerische Schaffen von Beuys erfahren wollt, dann seid ihr hier genau richtig.

… und Sofias Smuggling

Aber ich bin ja nicht nur auf den Spuren von Joseph Beuys, sondern auch von Sofia, der mysteriösen Händlerin der grenzüberschreitenden Spiele-App Sofias Smuggling. „Die Grundidee dieser niederländisch-deutschen Zusammenarbeit ist hier im Schloss Moyland entstanden, während der Sonderausstellung „Der Himmel so weit“ 2014. Das war eine umfassende Ausstellung zu Landschaftsdarstellungen der Niederrheinlande mit Gemälden, Grafiken und Fotografien vom 17. Jahrhundert bis heute“, erinnert sich Sofia. „Drei Jahre lang hat es dann von der ersten Idee bis zur fertigen Spiele-App gedauert. Nicht nur wir Museen haben in dieser Zeit auch in Form von Workshops zusammengearbeitet, sondern auch die Hochschule Rhein-Waal, die Hogeschool van Arnhem en Nijmegen, der Niederrhein Tourismus und das Toerisme VAN: Kurz: `RheijnLand.Xperiences` ist ein wirklich tolles niederländisch-deutsches INTERREG-Projekt.“

Das nächste Sofia-Level

Jetzt kann es auch schon losgehen! Wie immer scanne ich das Symbol vor Ort ein und lade somit das Modul für das Museum Schloss Moyland. Zuhause habe ich die App ja bereits kostenlos im App-Store schon runtergeladen. Aber…  es gibt hier eine kleine Besonderheit. Schon bevor ich mit dem Spiel Sofias Smuggeling starte, werde ich auf einem großen Bildschirm zu einem kleinen Warm-Up-Spiel eingeladen und aufgefordert, interaktiv Dinge mit meinen Händen einzusammeln. Man muss allerdings aufpassen, es gibt auch Dinge, die man besser nicht berührt… Jetzt kann ich es kaum erwarten und freue mich auf die Aufgaben, die mir Sofia heute stellt. Dabei geht es wieder um die Kunst des schlauen Handelns und darum, Sofias Vertrauen zu gewinnen. Das schafft ihr hier im Museum, indem ihr Lady Moyland helft. Seit Jahrhunderten inspiriert sie Künstler aus aller Welt. Ihr größtes Talent ist ihr allerdings abhandengekommen. Sie fleht Sofia an, ihr bei der Gewinnung neuer Lebenskräfte zu helfen. Die kreativen Energien, die sie so dringend benötigt, hängen an allerlei Gemälden und Fotografien oder stecken sogar tief drin. Eure Aufgabe: Inspiriere Sofia und zeige ihr, dass du sie finden und Lady Moyland heilen kannst.

Das erste Werk, was ich ansteuern muss, ist von Hermann Teuber „Hausmusik“. Ganz gespannt beobachte ich, wie das Gemälde durch die App lebendig wird und sich die Protagonisten wirklich bewegen. In der Nähe eines Wasserbeckens muss ich Flüssigkeiten sammeln, in anderen Räumen Batterien aufladen und auch das Werk von Hiroyuki Masuyama „Flowers“ – eine Fotografie im Leuchtkasten – erwacht zum Leben. Einen kleinen Kampf muss ich übrigens auch überstehen, aber wenn ich das geschafft habe, kriegt ihr das auch hin. 😉 Ich wünsche euch jetzt aber schon mal viel Spaß, wenn ihr Sofias Smuggeling hier im Museum Schloss Moyland auch spielt und lasst mir doch mal einen Kommentar da, wie ihr die Spiele-App findet.

Gut zu wissen

Zur besseren Planung eures Besuches, hier ein paar Informationen zu Öffnungszeiten & Co.: Im Winter ist das Museum Schloss Moyland von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet, montags könnt ihr nur die historische Gartenanlage von 11 bis 17 Uhr besuchen. Und vor dem Schlossgelände gibt es einen großräumigen, kostenfreien Parkplatz. Der Eintritt kostet sieben Euro für Erwachsene, drei Euro für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren, aber es gibt auch eine Familienkarte für zwei Erwachsene und Kinder für 15 Euro.

Ihr möchtet mehr über das Museum Schloss Moyland erfahren? Hier geht es weiter:

https://niederrhein-tourismus.de/freizeit/stiftung-museum-schloss-moyland

 

Das Projekt RheijnLand.Xperiences wird im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und durch die Europäische Union, die Provinz Limburg und das MWEIMH NRW mitfinanziert.

 

 

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Über mich

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