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Frühstückszeit bei Steinofenbäckerei & Café Achten

08.11.2019

Premiere! Ich war das erste Mal frühstücken, also als Niederrhein Fräulein, und das sogar ganz in der Nähe von meinem Zuhause in Niederkrüchten. Ausgesucht hab ich mir ein ganz besonderes Familienunternehmen – die Steinofenbäckerei & Café Achten. Seit 1845 in fünfter Generation geführt, wird hier die Liebe zur alten Handwerkskunst noch gelebt und das ohne Verwendung von Zusatzstoffen. Ich darf mich aber heute nicht nur auf ein zauberhaftes Frühstück von Hildegard Achten und ihrem Team freuen, sondern auch auf einen kleinen Ausblick auf die kommenden Weihnachts-Leckereien. Achtung: Weiterlesen auf eigene Kaloriengefahr…

Kennt ihr das auch? Ihr habt total Lust mal schön mit euren Liebsten frühstücken zu gehen, euch fällt aber nicht ein, wo? Dann hat jetzt die Suche und das Grübeln ein Ende. Die Steinofenbäckerei & Café Achten ist der perfekte Ort, um ausgiebig in gemütlicher Atmosphäre den Morgen zu genießen. Von 7 bis 12 Uhr täglich oder mittwochs und sonntags in Form eines Frühstücksbuffets oder Brunchs. Ich darf heute einen Blick in die Speisekarte werfen und entscheide mich nach einer gefühlten Ewigkeit für das Genießer-Frühstück, quasi ein kleines „Best of“ von allem. Bei der tollen Auswahl fällt mir die Entscheidung nicht leicht und ich schwanke die ganze Zeit zwischen dem Frühstück Bonjour, dem Schlemmer-Frühstück, dem Käse-Genießer-Frühstück, dem Veggie-Frühstück oder doch dem Fitness-Teller. Übrigens kann man hier auch das Gourmetfrühstück for two genießen oder aber sich das Frühstück ganz einfach selbst zusammenstellen: Ob eine Portion Lachs, ein Tomaten-Rührei oder das gekochte Ei zum Vielsaatenbrötchen – hier findet jeder sein ganz persönliches Frühstücks-Highlight.

Einmal „Smooth Operator“, bitte

Bei den Getränken war meine Entscheidungsfreudigkeit, nebenbei bemerkt, auch nicht viel besser. Da ich keine Kaffee trinke, obwohl sich der Latte Macchiato mit dem Flavour Praline-Nuss echt toll anhört, hab ich mich direkt auf die Teekarte von Samova gestürzt. Allein die ausgefallenen Namen wie Maybe Baby (Bio-Früchtetee), Low Rider (Bio-Grüntee) oder Space Cookie (Bio-Chaitee) sind ein echtes Highlight und zaubern mir schon beim Durchlesen ein Lächeln ins Gesicht. Da ich nicht nur Tee trinke, sondern auch noch „fiesen“ Tee alias Fenchel- oder Kamillentee, wie meine Freunde behaupten, fällt meine Wahl auf den „Smooth Operator“. Hört sich wesentlich cooler an, als Bio-Kamilletee. 😉 „Ich bereite alles kurz vor und bringe euch das Frühstück, dann können wir uns noch weiter unterhalten“, freut sich Hildegard Achten, die zusammen mit ihrer Familie das Unternehmen führt und sich an ihrem freien Tag extra Zeit für mich genommen hat.

Liebevolle, traditionelle Handarbeit

Als ich kurz auf das Frühstück warte, werfe ich nochmal einen Blick in die Speisekarte. Neben der Frühstücksauswahl fällt mein Blick direkt auf die diversen Snacks wie Pizza oder Baguette aus dem Steinofen, gefüllte Brotkugeln mit Pesto-Kräutern, Schlemmersalat mit Putenbrust oder den Klassikern Toast Hawaii oder Strammer Max. „Bei uns kann man nicht nur frühstücken, sondern auch mittags eine Kleinigkeit essen und dabei lassen wir uns immer wieder was Neues einfallen“, strahlt Hildegard Achten, die gerade mit einem großen Tablett um die Ecke kommt. Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Es gibt alles, was das Frühstücksherz begehrt, liebevoll arrangiert auf einer runden Schieferplatte: gemischter Aufschnitt vom gekochten Schinken über Gouda bis hin zur Putenbrust, zwei verschiedene selbstgemachte Marmeladen (Glühwein-Kirsch- und Aprikosen-Vanille-Marmelade, die es auch zu kaufen gibt), Oliven, Salat, Tomate und Gurke, dazu ofenfrische Brötchen, Saatenbrötchen, Schwarzbrot, Körnerbrot, Roggenbrot, Weißbrot und natürlich Croissants. „So, dann guten Appetit euch“, lächelt Hildegard Achten. „Das Schwarzbrot stellen wir übrigens auch noch selber her, das macht kaum noch ein Bäcker selbst heutzutage“, betont sie. „Uns liegt die Liebe zur alten Handwerkskunst immer noch sehr am Herzen. Und das seit 1845! Gegründet von Peter Theodor Derix und seiner Frau Maria Agnes Derix (geb. Stockums) war die Bäckerei 1922 dann komplett in Frauenhand – eine Dame kochte, eine verkaufte, eine backte und legte sogar die Prüfung als Bäckermeisterin ab – die erste in NRW damals.” Alte Bilder und Zeitungsartikel im zweiten Cafébereich über dem Verkaufsraum erinnern an diese Zeit, die mir Hildegard Achten nach dem Frühstück zeigt. Echt beeindruckend, dass nach so langer Zeit immer noch die Familientradition bewahrt wird und auch die sechste Generation steht schon in den Startlöchern, verrät mir Hildegard Achten.

Es weihnachtet sehr…

Und genau diese Generation ist auch heute schon sehr aktiv, vor allen Dingen bei dem süßen Part. „Unser Sohn und unser Schwiegersohn sind Konditormeister und kümmern sich u.a. um unsere Kuchen, Torten, Plätzchen & Co. aber auch um unsere Pralinen“, ergänzt Hildegard Achten. Die Pralinentheke befindet sich im Eingangsbereich der Bäckerei und hat mich schon beim Betreten der Steinofenbäckerei angelacht. Butter-Trüffel reihen sich hier neben Champagner-Trüffel und Walnuss-Marzipan neben Baileys-Trüffel und vielen weiteren Sorten – sehr verlockend und nebenbei bemerkt auch ein schönes Mitbringsel für seine Liebsten. „Hergestellt werden die Pralinen aufwendig von Hand nach unseren eigenen Rezepten und nach traditioneller Art. Dabei verwenden wir nur erlesene Zutaten wie hochwertige belgische Schokoladen-Kuvertüre mit Kakao aus den besten Anbaugebieten der Welt“, erklärt mir Hildegard Achten. Kennt ihr Ruby-Schokolade? Ich bisher auch nicht, aber das ist neben weißer, dunkler und Milchschokolade die vierte echte Schokoladensorte. Die rosa Farbe ist rein natürlich ohne Farb- oder Aromastoffe und schmeckt fruchtig mit einer säuerlichen Note. Die müsst ihr unbedingt mal probieren!

Stutenkerle oder Weckmänner?

Aber auch Spekulatius, Printen, Spritzgebäck & Co. gehören zum weihnachtlichen Sortiment bei Achten genauso wie der klassische Stollen mit Lübecker Marzipan. Mein Tipp: Merkt euch schon mal das 1. und 2. Adventswochenende: Dann finden bei Achten die Stollenprobiertage statt. Ich mag übrigens Stollen, aber keine Rosinen… ihr könnt euch sicherlich vorstellen, das mein Teller dann immer einem Massaker ähnelt. 🙂 „Stutenkerle haben wir natürlich jetzt  auch in den verschiedensten Größen da“, ergänzt Hildegard Achten. Stutenkerle? Ich kenn die süßen Teigfiguren nur als Weckmänner, aber es gibt wohl auch noch die unterschiedlichsten Bezeichnungen wie z.B. Buukmän – eine urniederrheinische Bezeichnung. Schon wieder was dazu gelernt! „Ab Mitte November gibt es auch endlich wieder unsere Adventskruste in süßer und herzhafter Form… ein gewürztes Weizenmischbrot mit Kandis, Honig, gerösteten Mandeln, Rosinen und Butter oder mit gerösteten Haselnüssen, Leinsamen, Sesam und Sonnenblumen, die es auch in Brötchenform als  Adventskrüstchen gibt.“ Das alles bekommt ihr nicht nur im Stammhaus an der Hauptstraße in Niederkrüchten, sondern auch in den Filialen in Brüggen, in Viersen-Boisheim, in Nettetal und noch in einer weiteren Filiale in Niederkrüchten.

Noch ein Tipp von mir: Kalorienzählen könnt ihr auch nach Weihnachten wieder. 😉

Ihr wollt mehr Infos? Schaut mal hier vorbei:

https://niederrhein-tourismus.de/auszeit/steinofenbaeckerei-cafe-achten-2

 

 

 

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Über mich

Ich bin Nicole, freie Journalistin, waschechte Niederrheinerin und ganz verliebt in meine Heimat!

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