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Einmal Parookaville erleben

09.08.2019

Der Niederrhein kann auch Festivals!!!!

Was war das für ein Festival!!!! Ich bin immer noch total geflasht!!! Mein erstes Mal auf Deutschlands größtem Electronic Musik Festival Parookaville in Weeze war einfach nur mega. Alles war perfekt organisiert, die Besucher waren absolut friedlich und die Stimmung einfach nur der Hammer. Drei Tage lang feierten 210.000 Besucher friedlich in der „City of Dreams“, die zum fünften Mal auch wieder internationale Superstars wie The Chainsmokers, Robin Schulz, Sven Väth und Armin van Buuren anzog. Alles begann damals übrigens mit kleinen Partys, die Veranstalter Bernd Dicks mit seinen zwei Partnern in Weeze organisierten, aber irgendwann wollten sie mehr – viel mehr…

Wie alles begann

Die Liebe zur elektronischen Musik und zu Festivals entdeckte Veranstalter und Ur-Niederrheiner Bernd Dicks als Reporter bei dem Radiosender 1Live. Zusammen mit seinen Freunden und Partnern Norbert Bergers und Georg van Wickeren organisierten sie in ihrer Heimat Weeze zwar kleine Partys, aber nach der Loveparade ist ein regelrechtes Vakuum in der elektronischen Festival-Landschaft entstanden. Höchste Zeit, etwas Neues zu erschaffen – ein Festival, welches es in Nordrhein-Westfalen noch nicht gibt! Viele schlaflose Nächte, unendlich viel Arbeit, eine ordentliche Portion Mut und Leidenschaft und ein tolles Konzept später, wurde 2014 Parookaville geboren. Schon bei der ausverkauften Premiere 2015 wurde Parookaville direkt als Festival des Jahres (LEA-Award) gekürt und seitdem wuchs die Fangemeinschaft unaufhörlich weiter…

Auch mein Wunsch wuchs immer weiter, einmal Parookaville live zu erleben und dieses Jahr ist dieser endlich in Erfüllung gegangen und das Beste: Ich kann wieder einen Haken auf meiner Bucket List machen.

Gute Vorbereitung ist alles…

Aber bevor es für mich nach Weeze geht, muss ich mich erstmal ordentlich vorbereiten. Einer meiner zentralen Fragen vorab: Was ziehe ich an? Nach ausgiebiger Recherche auf Instagram, einer intensiven Befragung meiner Mädels, die schon mal da waren und ein paar Shopping-Touren später, hab ich mich für einen Leo-Rock mit einem Statement-Shirt, ein paar coolen Ketten und Armbändern sowie bequeme Chucks entschieden. Jetzt kann es in die detaillierte Planung gehen. Dank der Parookaville-App, die ich mir direkt runtergeladen habe, kann ich genau sehen, wann welcher Künstler wo auftritt und mir so eine Art Favoritenliste erstellen. Und wenn ich mal nicht weiß, welche Songs zum jeweiligen Künstler gehören, kann ich mir ein kleines Best of anhören. Meine Favoriten für den Freitag, die ich unbedingt sehen bzw. hören muss: Martin Solveig, Nervo, Yellow Claw, Lost Frequencies, Afrojack und Denyo (besser bekannt als ein Teil der deutschen Hip Hop-Band Beginner), die alle in verschiedenen Locations spielen.

Schon auf der Fahrt zu Parookaville stimmen mein Fotograf Malte und ich uns musikalisch mit meiner kleinen extra erstellten Parookaville-Warm-Up-Playlist auf das Festival ein. Und je näher wir dem Gelände kommen, desto mehr freue ich mich, dass ich mich endlich selbst ins Getümmel stürzen darf. Nach einer unproblematischen Ankunft, einem perfekten Parkplatz und einer kurzen Fahrt mit einem Shuttlebus kommen wir endlich an einem der Eingänge an und betreten das Flughafengelände. Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll, aber überall sieht man die Liebe zum Detail, die Bernd Dicks und seine Partner in das Festival gesteckt haben.

Von der Desert Valley bis zur Mainstage

Unser erster Stopp: die Desert Valley! Dieser Stadtteil von Parookaville steht für absolutes Urlaubsfeeling inklusive Karibik-Flair, einem Chill-Out-Bereich, einzigartigen Kunstobjekten und natürlich jeder Menge Sand. Hier muss ich natürlich DAS Parookaville-Foto überhaupt machen, wie gefühlt alle anderen Besucher auch, und zwar vor der riesigen Parookaville-Holzschrift auf einem kleinen Hügel à la Hollywood Hills. Memo an mich selbst: Nagelneue, schwarze Chucks bleiben in der Desert-Valley nicht schwarz. 😉 Aber das ist vollkommen okay… ein bisschen Schwund gehört bei Parookaville dazu…

Weiter geht es vorbei an der Warsteiner Parooka Church im District One, in der an dem Wochenende rund 2.000 Freundschaftshochzeiten geschlossen wurden, und dem Jail, in dem man sich wirklich tätowieren lassen kann. Ich hab übrigens kurz mit dem Gedanken gespielt, mich auch tätowieren zu lassen, aber unser nächstes Ziel wartet schon: Oldtown. Hier finden sich neben stylischen Food-Courts und einem Shopping-Boulevard das Wichtigste aller Stadtmodule: das Rathaus. Hier bekommen wir unseren Parookaville-Pass für die Visum-Einträge der kommenden Jahre und mit dem man offiziell zum Bürger von Parookaville wird. Unser erster Stempel wird bei „Parookaville Pioneer“ platziert. Im Pass selbst befinden sich auch ein paar Parookaville-Regeln: Turn off the cool, turn on the madness / Trust the DJ / Don’t crash the party, be the party / Do it for he stay / Bad mistakes make good stories / Never stop the f… rave… kriegen wir hin!!!

Bevor es endlich Richtung Mainstage geht, stärken wir uns noch kurz und entscheiden uns für einen mega leckeren Burger mit Süßkartoffel-Pommes, Jalapenos und einer Cheese-Sauce. Ach ja, in Downtown muss ich mir schon schnell ein Parookaville-Must-Have holen, was etwa 80 % der Mädels hier auch tragen – einen echten Blumenkranz. Am Stand von der Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ von Landgard aus Straelen bekomme ich ein wunderschönes Exemplar sogar geschenkt und gewinne direkt einen Niederrhein Fräulein-Follower auf Instagram mehr. So perfekt ausgestattet, gehen wir endlich zur 200 Meter breiten Mainstage – gestaltet als Airship-Shuttlestation mit einem atemberaubenden 3D-Bühnenbau und state-of-art Lichtdesign. Erst langsam erkenne ich, wie viele Menschen da feiern und bekomme echt mega Gänsehaut und kann gar nicht mehr aufhören „Oh, mein Gott!!“ zu sagen. Ein paar Minuten lassen wir das ganze Szenario erstmal auf uns wirken und entscheiden uns dann, uns auf einen Hügel zu setzen und ganz in Ruhe die Musik zu genießen.

Mein Fazit und noch ein paar krasse Zahlen am Schluss

Meine kurzen Bedenken am Anfang, ob ich nicht zu alt für Parookaville bin, waren absolut unbegründet, natürlich waren viele Besucher um die 20, aber auch jede Menge weit darüber hinaus. Übrigens hab ich mich auf dem Festival jederzeit sicher gefühlt, überall war Polizei und Security, aber nicht überpräsent, sondern man hat sie einfach nur wahrgenommen.

210.000 Besucher aus 40 Ländern haben drei Tage lang friedlich in der 150.000 Quadratmeter großen „City of Dreams“ gefeiert und per Live-Stream wurden weltweit mehr als 7,5 Millionen Zuschauer erreicht. Verkauft wurden rund 85.000 Tickets, die schon nach kurzer Zeit ausverkauft waren. Mehr als 300 Künstler sorgten für elektronische Beats. In die stadteigenen Supermärkte strömten rund 30.000 Kunden pro Tag. Die Besucher kauften dort u.a. 40.000 Pizzen, 68 Tonnen Eiswürfel und etwa 13.000 Bananen.

Nächstes Jahr komme ich definitiv wieder und bleibe dann auch länger – es lohnt sich auf jeden Fall!

Das nächste Parookaville Festival findet vom 17. bis zum 19. Juli statt, also SAVE THE DATE!!

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Über mich

Ich bin Nicole, freie Journalistin, waschechte Niederrheinerin und ganz verliebt in meine Heimat!

Ich möchte euch mit zu meinen Lieblingsplätzen nehmen, Menschen und Unternehmen vorstellen, die den Niederrhein ausmachen, von tollen Events berichten, euch interessante Insider-Tipps in Sachen Shopping, Restaurants & Co. geben und noch vieles mehr – ihr dürft gespannt sein!

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