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Stilvolle Auszeit im Landgut Ramshof… trotz Corona

12.06.2020

Corona hat die Gastronomie schwer getroffen. Auch die aktuelle Situation ist alles andere als einfach. Nicht nur der Ablauf bei der Gästebewirtung ist ein anderer, auch die Kapazität im Restaurant ist enorm eingeschränkt. Höchste Zeit also die Gastronomie zu unterstützen und wieder lecker essen zu gehen. Das ist auch mein Plan und statte dem familiengeführten Landgut Ramshof in Willich einen Besuch ab. Hier bin ich mit Inhaber und Küchenchef Matthias Stieger verabredet und bin gespannt, was es hier Neues zu berichten gibt… Achtung Spoiler: Die BBQ-Saison wird eingeläutet und es gibt „wilde“ Feinkost to go…

 

Beim Betreten des Restaurants desinfizieren mein Fotograf Malte und ich uns die Hände und tragen einen Mundschutz. Von einer Kellnerin werden wir an den Tisch gebracht und füllen ein Formular mit unseren Kontaktdaten aus. Dann dürfen wir uns vom Mundschutz befreien und müssen diesen nur beim Verlassen des Restaurants oder auf dem Weg zur Toilette aufziehen. Das ist der normale Ablauf, wenn man jetzt Essen geht. Ungewöhnlich, aber unproblematisch. Es ist kurz vor 12 Uhr und Matthias Stieger trifft als Küchenchef mit seinem Team noch die letzten Vorbereitungen für den nahenden Mittagstisch.

Neue Projekte, neue Investitionen

Bevor wir auch eine Kleinigkeit genießen, freue ich mich auf eine kleine Tour durch den Landgut Ramshof. Meine erste Frage an Matthias Stieger: Wie habt ihr den Corona-Lockdown erlebt? „Als wir wegen Corona schließen mussten, war das natürlich erstmal ein Schock. Dann haben wir die Zeit aber genutzt und überlegt, wie es weiter geht. Schnell haben wir einen Liefer- und Abholservice ins Leben gerufen, der sehr gut angenommen worden ist und den wir aktuell immer noch anbieten“, erzählt mir Matthias. „Für uns war direkt klar, dass wir in dieser Zeit bei unseren Kunden sein müssen. Im April konnten wir so wenigstens 20 % unseres eigentlichen Umsatzes generieren. Das war Motivation für uns weiterzumachen, aber auch Schadensbeschränkung.“ Parallel stand das Landgut Ramshof aber nicht still. „Wir haben dann antizyklisch investiert und u.a. unsere Terrassenfläche vergrößert und auch unser Hotel angebaut und so 15 weitere Zimmer dazu bekommen. Da gehen wir am besten direkt mal hin.“

Rustikale Moderne

Auf dem Weg dorthin zeigt mir Matthias aber noch einen anderen, besonderen Gebäudeteil, in dem jetzt sechs Hotelzimmer untergebracht sind, aber der vor 100 Jahren tatsächlich ein Hühnerstall war – sehr außergewöhnlich, aber definitiv mal was anderes. Langsam näheren wir uns auch schon dem Anbau, der in den letzten Zügen liegt. Die Zimmer sind alle schon fertig und in die dürfen wir jetzt einen exklusiven Blick werfen. Schon als wir über den Flur gehen, riecht alles noch ganz neu und frisch. „Die Zimmer hat noch kein Gast bezogen, ich bin gespannt, wie sie euch gefallen“, freut sich Matthias. Holzelemente, warme Farben, karierte Sessel… das Zimmer wirkt sehr gemütlich, stilvoll, klassisch, aber trotzdem modern. Auch das Badezimmer ist sehr geräumig und trifft mit seinen großen, grauen Fliesen genau meinen Geschmack. Aber wie hat alles im Landgut Ramshof angefangen? „Meine Eltern haben hier mit einem Hotel Garni und 28 Zimmern begonnen. Seitdem sind wir stetig gewachsen und ich bin 2006 in den Betrieb eingestiegen. Heute haben wir eine Gastronomie, 56 Hotelzimmer und vier Tagungsräume“, ergänzt Matthias.

Stieger’s Feinkostmanufaktur

„Wir sind sehr dankbar, dass es uns gut geht und wir wieder gut zu tun haben, das ist in dieser Zeit besonders in der Gastronomie nicht selbstverständlich. Aktuell können wir allerdings nur statt 180 Gästen im Innenbereich nur 80 bis 90 Gäste empfangen. Auch Tagungen und Veranstaltungen fehlen uns noch. Ab September geht es aber schon wieder los und bei uns werden die ersten Hochzeiten wieder gefeiert“, erzählt uns Matthias auf dem Weg zurück ins Restaurant. Perfektes Timing, denn langsam fängt mein Magen an zu knurren. Kurz vor der Bar, wo wir unseren Tisch haben, fällt mir aber noch ein kleiner Kühlschrank und ein Regal mit vielen Dosen & Co. auf. „Das ist ein weiteres Projekt, was wir gerade weiterentwickeln und die Zeit jetzt dafür genutzt haben“, erklärt mir Matthias. „Das sind alles Produkte für zu Hause aus eigener Herstellung wie: Brombeermarmelade mit Zitronengras, der Klassiker Erdbeermarmelade, Rotkohl, Ragout vom Reh und Hirsch, Großvater’s Kartoffelsuppe, Wildbolognese, Chili con Carne vom Wildschwein, Geschmorte Rinderroulade, Kalbsjus, Stieger’s Rahmsauce, Rehsteaks, Hirschschinken, Wildsalami usw.. Das Wild schießen und verarbeiten wir übrigens das ganze Jahr über selbst. Auf der Speisekarte gibt es natürlich auch Wildspezialitäten und ab dem 12. Juni, also heute, auch direkt vom Grill.“

BBQ-Time

Denn ab sofort könnt ihr täglich ab 18 Uhr bei schönem Wetter unter dem Motto „Grill und Wein im Hof“ nicht nur eine wunderschöne Kulisse – der Innenhof ist echt ein Traum  –, sondern auch beste Reef- und Beef-Küche vom Holzkohlegrill genießen. „Wir freuen uns schon sehr auf die Eröffnung und haben sogar eine eigenständige Outdoorküche installiert. Wer also gutes Fleisch wie Entrecote vom Australian Ocean Beef, Filet vom Black Angus Rind, Tomahawk vom bunten Bentheimer Landschwein oder aber gegrillten bretonischen Hummer sucht, ist bei uns an der richtigen Adresse“, lacht Matthias. Kleiner Tipp von mir: Reserviert am besten einen Tisch vorab und wenn ihr dazu den ein oder anderen Wein testen wollt, bleibt einfach im Landgut Ramshof über Nacht und nutzt eines der tollen Hotelzimmer für eine kleine Auszeit vom Alltag.

Genuss der Extraklasse

Jetzt freue ich mich aber, dass ich die Küche im Landgut testen darf. „Wenn ihr nicht so viel Hunger habt, würde ich euch dass Carpaccio vom Rinderfilet mit Trüffel, Parmesan und Kräutersalat mit Balsamico-Dressing empfehlen.“ Hört sich super an! Gleichzeitig ist es meine Carpaccio-Premiere… ich bin gespannt. „Ihr könnt mir auch gerne in der Küche über die Schulter schauen, wenn ich das für euch zubereite.“ Das sagen wir nicht ‚nein‘ und sind in der Küche ganz angetan von den routinierten und konzentrierten Handgriffen mit denen uns Matthias das Carpaccio auf den Teller zaubert. Als i-tüpfelchen hobelt Matthias noch etwas frischen Trüffel über den perfekt angerichteten Teller. Dazu bekommen wir noch zwei verschiedene Brotsorten mit einem hausgemachten Dip und ein Glas Riesling von dem Weingut Walter von der Mosel – eine perfekte Kombination! Nicht nur optisch ist das Carpaccio ein echtes Highlight, auch von dem Geschmack bin ich mehr als begeistert. Das könnte mein neues Lieblingsgericht werden! Das von Matthias ist übrigens Bauernente, die es aber erst ab September gibt. Aktuell genießt er die regional und saisonal ausgerichtete Küche mit Spargel und die Pfifferlinge, die nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich komme definitiv mit Freunden noch mal wieder und freue mich schon darauf, weitere kulinarische Highlights im Landgut Ramshof zu entdecken.

Hier findet ihr weitere Infos:

https://niederrhein-tourismus.de/hotel/landgut-ramshof-2

 

Mein Outfit:

Ich verrate euch auch wieder, wo ich mein Outfit her habe. Das Kleid mit der megaschönen Farbe in Midi-Länge ist von Scotch & Soda und die Jeansjacke von Herrlicher – beides stammt von meiner Shoppingtour in Kempen von Schuhkolade (www.schuhkolade.de) auf der Peterstraße 29.

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Über mich

Ich bin Nicole, freie Journalistin, waschechte Niederrheinerin und ganz verliebt in meine Heimat!

Ich möchte euch mit zu meinen Lieblingsplätzen nehmen, Menschen und Unternehmen vorstellen, die den Niederrhein ausmachen, von tollen Events berichten, euch interessante Insider-Tipps in Sachen Shopping, Restaurants & Co. geben und noch vieles mehr – ihr dürft gespannt sein!

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