A A A

Start in die Fahrradsaison 2022 – Vom Kreis Viersen bis zum Kreis Wesel

01.04.2022

Plant ihr gerade auch schon die nächsten Routen mit dem Rad am Niederrhein? Ich habe mir schon vier spannende Touren im Kreis Kleve, Wesel, Viersen und Heinsberg ausgesucht. Und zwar begebe ich mich u.a. auf den Spuren von Joseph Beuys im Kleverland und teste die Nettetaler Selfie Point-Tour. Alle Touren stelle ich euch kurz vor und verrate euch, warum ich wieder das flexible Fahrrad-Verleihsystem NiederrheinRad nutzen werde.

 

Bevor ich euch aber meine persönlichen Highlight-Radtouren näherbringe, versorge ich euch mit ein paar interessanten Fakten und Zahlen, die Lust auf die nächste Fahrradtour machen. Denn wenn ihr regelmäßig Fahrrad fahrt, tut ihr natürlich aktiv etwas für euren Körper, besonders aber für Herz und Kreislauf. Ihr fördert also die Durchblutung, senkt den Blutdruck und entlastet das Herz und die Gefäße. Biket ihr regelmäßig, senkt ihr euer Herzinfarktrisiko laut WHO um bis zu 50 Prozent.

Fahrradfahren entlastet übrigens auch die Gelenke, weil das Fahrrad das Körpergewicht trägt. Und… wenn ihr mit etwa 15 Stundenkilometer unterwegs seid, verbraucht ihr im Schnitt, abhängig von Körpergewicht, Alter & Co., stolze 400 Kilokalorien pro Stunde. Ihr bringt aber nicht nur euren Körper auf Trab, sondern spart Benzinkosten und schützt das Klima.

Also jede Menge Argumente, die für das Fahrradfahren sprechen. Natürlich eignet sich der Niederrhein mehr als perfekt dazu, denn dieser hat das längste ausgeschilderte Radwegenetz Deutschlands mit einer Länge von über 2.000 Kilometern durch Felder und Wälder, entlang des Rheins, auf Deichen und Dämmen, mit Kulinarik, Kultur und Kunst.

 

 

Meine erste Wahl: das NiederrheinRad

Besonders angenehm & unkompliziert wird eure nächste Fahrradtour mit einem NiederrheinRad, das den mühseligen Transport eures Drahtesels überflüssig macht. An über 30 NiederrheinRad-Stationen gibt es mehr als 400 Räder, davon aktuell 25 Pedelecs. Beide Varianten durfte ich schon testen und die Vorzüge dieses flexiblen Mietsystems genießen.

Mehr über die Ausstattung…

Auch sind die giftgrünen Bikes bestens ausgestattet mit einer speziellen Rahmengeometrie für komfortables Fahren, einer Schwalbe AIRLESS System-Bereifung gegen Plattfuß, einer Sattelfederung inklusive Gel-Sattel, einem stabilen Gepäckträger, einem Sattel-Schnellspanner, einer Federgabel und einer bedienungsfreundlichen 7-Gang-Schaltung.

Die Pedelecs haben zudem einen Bosch-Motor mit 90 bis 110 Kilometer Reichweite und die Ladezeit beträgt bei 50 % etwa 2 Stunden und bei 100 % bei etwa 4,5 Stunden. Und das Beste: Das NiederrheinRad passt für alle Größen und die Sattelhöhe ist ohne Werkzeug einstellbar.

… die Kosten & den Ablauf

Auch die Leihgebühren finde ich absolut okay: Analoge Fahrräder kosten für ein bis zwei Tage zehn Euro pro Tag, bei sieben Tagen werden nur 56 Euro berechnet. Ähnlich sieht es mit der Rabattierung bei den Pedelecs aus. Für einen Tage beträgt die Leihgebühr 25 Euro pro Tag und für sieben Tage sind es 112 Euro.

Was ich besonders praktisch finde, ist, dass ihr das NiederrheinRad bequem von zu Hause aus an einer der Leihstationen telefonisch oder online buchen könnt. Ihr müsst nur die Anzahl des Fahrrades oder Pedelecs sowie den Beginn und die Rückgabe inklusive Uhrzeit und die Kontaktdaten angeben und schon ist man stolzer, temporärer Besitzer eines NiederrheinRads.

Ihr könnt sogar eine andere Abgabestation auswählen und seid dadurch maximal flexibel.  Viele der Stationen befinden sich in Hotels und Gastronomie und deswegen sind auch die Öffnungszeiten sehr kundenfreundlich.

Mehr über das System und die Verleihstationen findet ihr hier. Es gibt auch aktuell einen neuen Flyer dazu in den Verleihstationen und beim Niederrhein Tourismus.

 

 

Bereit für meine Highlight-Radtouren?

Tipp 1 – Auf den Spuren von Joseph Beuys im Kleverland

 

Strecke: 56,3 Kilometer

Dauer: 3 Stunden und 50 Minuten

Schwierigkeit: mittel

Start: Museum B.C. Koekkoekhaus, Koekkoekplatz 1, 47533 Kleve (Knotenpunkt 26)

Vor einiger Zeit hatte ich einen Teil der Beuys & Bike-Tour für euch erradelt und freue mich schon sehr auf diese ergänzende Tour, die mich bzw. euch zu Orten in Kleve, Kranenburg und Umgebung führt, die im Leben von Joseph Beuys eine wichtige Rolle gespielt haben.

Startpunkt ist das Museum B.C. Koekkoek-Haus in Kleve. Hier fand 1961 eine der ersten Museumsausstellungen von Joseph Beuys statt. Keinen Kilometer entfernt kommt ihr zum Museum Kurhaus Kleve, das ich mir auch schon für euch angeschaut habe. Beuys hatte dort ein Atelier, das rekonstruiert und öffentlich zugänglich ist. Ein weiteres Museum, das ehemalige Haus der Kunstsammler Hans und Franz Joseph van der Grinten und den Friedhof mit einem von Beuys für genau diese Familie geschaffenes Grabmal erreicht ihr in Kranenburg. Wieder vorbei an Kleve mit einem Abstecher zu Beuys Inspirationsquelle, die Schwanenburg, und der Cupido-Säule, die Ausgangspunkt für sein für das Werk „Straßenbahnhaltestelle“ war, geht es nach Bedburg-Hau. Ziel hier – das Museum Schloss Moyland mit der Sammlung van der Grinten und dem Beuys Archiv. Auf gut ausgebauten Radwegen geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Wenn ihr zwischendurch einkehren wollt, könnt ihr das im Lindenhof Gästehaus und Hofcafé in Kranenburg, im Museum Schloss Moyland oder im Museum Kurhaus Kleve tun.

Weiter geht es hier.

 

 

Tipp 2 – Nettetaler Selfie Point-Tour

 

Strecke: 37,1 Kilometer

Dauer: 2 Stunden und 35 Minuten

Schwierigkeit: mittel

Start: Wanderparkplatz an der Jugendherberge Hinsbeck, Heide 1, 41334 Nettetal

Was euch hier erwartet? Eine Radroute durch die facettenreiche Stadt Nettetal mit ihren Seen, Wiesen und Wäldern, entlang von sechs kürzlich errichteten Selfie Point-Fotorahmen aus Cortenstahl mit einmaligem Panorama im Hintergrund.

Euer erster Weg führt euch entlang des Rad-Knotenpunktssystem ins Zentrum von Hinsbeck und verlasst kurz das Radwegenetz, um den ersten Selfie Point zu erreichen. Inmitten des Jubiläumspark in Hinsbeck habt ihr hier das einmalige Panorama mit der Hinsbecker Stammenmühle im Hintergrund. Auf gleichem Weg geht es wieder zurück zur Wegekreuzung und folgt weiteren Knotenpunkten bis zum zweiten Selfie Point inmitten des bekannten Kreuz-und Mariengartens im Stadtteil Schaag. In Richtung Kindt geht es weiter auf dem Radwegenetz zum Zentrum von Breyell auf den Lambertimarkt – der dritte Selfie Point. Auch der vierte Selfie Point direkt am Windmühlenbruch mit Blick auf den See und dem Stadtteil Lobberich mit seiner imposanten Doppelturm-Kirche und der fünfte Selfie Point am De Wittsee mit einem phantastischen Blick auf diesem lohnen sich, erradelt zu werden. Bevor es wieder zum Ausgangspunkt zurückgeht, findet ihr den sechsten Selfie Point in Kaldenkirchen.

Weitere Besonderheiten: Die kinderleichte Tour bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Einkehr in gemütliche Bauerncafés oder zum Besuch von Naturinformations-, Kultur-und Freizeiteinrichtungen.

Die genaue Route wird euch hier erklärt.

 

 

Tipp 3 – Rechts und links der Rur im Heinsberger Land: Wandel ist das einzig Beständige

 

Strecke: 49,3 Kilometer

Dauer: 3 Stunden und 20 Minuten

Schwierigkeit: mittel

Start: 41849 Wassenberg-Effeld, kostenfreier Parkplatz auf dem Martinusplatz

Jede Menge Natur, Wasser- und Windmühlen, kulturelle Schätze und regionalen Köstlichkeiten erwarten euch auf der nächsten Route im Kreis Heinsberg rechts und links der Rur zum Grenzgebiet „Meinweg“.

Das Besondere hier: Die Region ist vom ständigen Wandel geprägt. So war der kleine Fluss Rur damals unberechenbar und eine Gefahr für die Menschen, die an seinem Ufer lebten. Auch die Geschichte der Nationalparkregion Meinweg ist vielschichtig, einst dicht bewaldet, gehörte dieser bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu Frankreich, wie das ganze Gebiet des linken Niederrheins. Der niederländische Staat plante hier einst sogar ein Bergwerk und Dörfer, was während der Kohlekrise aber in den 1960er Jahren aufgegeben wurde. Das sind nur einige Beispiel für den stetigen Wandel der Region, den ihr auf der Tour erleben könnt.

Mehr Details findet ihr hier.

 

 

Tipp 4 – Rhein und Rotbach zwischen Dinslaken und Voerde

 

Strecke: 59,3 Kilometer

Dauer: 4 Stunden

Schwierigkeit: mittel

Start: Knotenpunkt 88 – Bahnhof Dinslaken, Bahnhofsplatz 1, 46535 Dinslaken

Mein letzter Tipp führt euch rund um Hünxe, Dinslaken und Voerde und bietet euch reizvolle Naturerlebnisse mit Streuobstwiesen, Hecken und Kopfbäumen sowie schöne Ausblicke am Rhein und seinem Nebenfluss Rotbach.

Startpunkt ist hier ein Knotenpunkt mit der Nummer 88, der sich am Bahnhof in Dinslaken befindet. Von hier geht es stadtauswärts am Rotbach entlang am Rhein. Das ist auch gleichzeitig der Rheinradweg in Richtung Voerde, der zum beliebten Ausflugsziel Götterswickerhamm mit einer Kirche aus dem 11./12. Jahrhundert führt. Von dort aus könnt ihr die Schiffe beobachten, die von der Anlegestelle in Richtung Duisburg und Xanten fahren. Einen perfekten Blick im weiten Bogen verlaufenden Rhein könnt ihr genießen, wenn ihr weiter über die Deichkrone radelt. Die Mommniederung, das Naturschutzgebiet Lippeaue und die bäuerliche Landschaft mit Obstbäumen, Hecken und Kopfbäumen sind weitere Highlights entlang der Strecke, die ebenso wunderschön anzusehen sind. Die Route führt euch auch durch die Voerder Innenstadt, hier folgt ihr der RömerLippe-Route, die euch am Wesel-Datteln-Kanal entlang zur Schleuse Hünxe bringt. Die nächsten Stationen sind das Wasserschloss Gartrop, der Gartroper Busch als bewaldeter Teil der Tour, der Rotbachsee, das Hiesfelder Mühlenmuseum und das stadthistorische Museum Voswinckelshof.

Einkehrmöglichkeiten findet ihr im Landgasthof Schänzer, in der Rheinwacht, im Restaurant „Zur Arche“ (alle in Voerde) und im Restaurant Canapé in Dinslaken.

Weitere Details dazu könnt ihr hier entdecken.

 

Ihr braucht mehr Inspiration rund um das Thema Radtouren? Schaut euch gerne hier um.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Über mich

Ich bin Nicole, freie Journalistin, waschechte Niederrheinerin und ganz verliebt in meine Heimat!

Ich möchte euch mit zu meinen Lieblingsplätzen nehmen, Menschen und Unternehmen vorstellen, die den Niederrhein ausmachen, von tollen Events berichten, euch interessante Insider-Tipps in Sachen Shopping, Restaurants & Co. geben und noch vieles mehr – ihr dürft gespannt sein!

Ich freue mich, wenn ihr mich auf meiner Reise durch den Niederrhein begleitet!

 

Hier findet ihr mich auch