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Schnuppern auf der Golfanlage Haus Bey

16.08.2019

Unkompliziert und nicht so teuer, wie man denkt…

Der Niederrhein ist ein wahres Paradies für Golfer! Landschaftlich reizvolle Plätze, anspruchsvolle Wasserhindernisse und alte Baumbestände – einer der schönsten und bestgeführtesten Anlagen in Deutschland ist die 72 Hektar große Golfanlage Haus Bey in Nettetal. Der perfekte Ort, um den Golfsport selbst einmal auszuprobieren…

„Herzlich willkommen! Schön, dass du da bist“, begrüßen mich die Geschäftsführerin Isabel Otto-Duck und auch ihr Ehemann und Pro Andrew Duck. Beruflich durfte ich schon öfters Haus Bey besuchen und freue mich sehr, wieder hier zu sein und die tolle Anlage zu genießen. Sie liegt übrigens in einem Landschaftsschutzgebiet zwischen den Hinsbecker Höhen und Krickenbecker Seen und erstreckt sich um eines der reizvollsten Baudenkmäler des Mittelalters, dem Schlösschen Haus Bey. Und genau hier ist gerade jede Menge los. „Es finden noch zwei Hochzeiten heute statt und es wird noch fleißig aufgebaut“, erklärt mir die Geschäftsführerin. Seit kurzem kann man im Schlösschen sowohl heiraten als auch anschließend seine Hochzeit feiern. Das passende Catering und weitere Räumlichkeiten bietet dann Frank Veikes in seinem Restaurant im Clubhaus. „Wenn ihr mit dem Schnupperkurs fertig seid, treffen wir uns hier auf der Außenterrasse wieder und trinken noch einen Kaffee zusammen“, verabschiedet sich Isabel Otto-Duck erstmal und entlässt mich in meinen Schnupperkurs.

Putten & Chippen für Anfänger

Auf dem Weg zu unserem Startpunkt – dem Putting Green – erzählt mir Andrew Duck, der schon seit 19 Jahren als Pro auf der Golfanlage arbeitet, dass das Haus Bey anerkannte PGA Golfschule ist und alles hat, was eine moderne Golfschule braucht. Ein Highlight hier: der „Flight Scope“ – ein Radarsystem, dass viele wichtige Werte liefert, um sein Golfspiel zu perfektionieren. Das System verfolgt den Ball im Flug und den Schläger im Ab- und Durchschwung mit Mikrowellen. Fluglänge, Position, Flugkurve und viele Daten mehr lassen sich so ermitteln und auswerten. Hört sich spannend an, aber bis ich soweit bin, dass das für mich relevant wird, dauert es noch ein bisschen. Bevor ich endlich richtig loslegen kann, bekomme ich noch die passende Ausrüstung: ein Golfbag mit allen notwendigen Schlägern. „Wenn man einen Schnupperkurs oder auch einen Platzreifekurs macht, kann sich bei uns ganz bequem eine Golfbag leihen und muss nichts selber mitbringen, da sind wir ganz unkompliziert“, erklärt der PGA Professional, der nicht nur Pro, sondern schon viele Jahre bei der PGA Germany auch Turnierleiter und Schiedsrichter ist.

Als erstes lerne ich das „Putten“, sprich das Einlochen eines Golfballes. Wichtig – die richtige Haltung des Golfschlägers, die mir mein Pro Andrew Duck zeigt. Vor allen Dingen Präzision ist hier sehr wichtig und das klappt bei mir am Anfang eher suboptimal. „Du machst quasi nur eine Pendelbewegung im Oberkörper, das Putten benötigt keinen Schwung oder Schlag. Die Bewegung ist also sehr reduziert und deswegen gerade so fehleranfällig“, erklärt mir mein Pro. Nach diesem Tipp und ein paar Korrekturen, wie ich den Putter besser halte, geht es auch direkt besser und ich schaffe es tatsächlich, ein paar Bälle einzulochen. Da das Putten im Golf über Sieg und Niederlage entscheidet, wird dieser Schlag von Amateuren und professionellen Golfern immer intensiv trainiert.

Jetzt geht es zum Chipping-Green – hier lerne ich einen kurzen Schlag mit einer geringen Ballflughöhe. Auch hier ist also etwas Feingefühl gefragt, die nächste Herausforderung für mich! Böse Zungen aus meinem Freundeskreis behaupten, ich wäre leicht grobmotorisch veranlagt. 😉 Das Ziel beim Chippen: Der Ball soll nach dem Aufkommen gerade so weit rollen, dass er so nahe wie möglich an der Fahne liegen bleibt. Ein ebenfalls sehr wichtiger Schlag, um erfolgreich Golf zu spielen. Auch hier merke ich schnell – aller Anfang ist schwer, aber dennoch: Übung macht den Meister.

Der letzte Stopp: die Driving Range. Mit einem 9er-Eisen übe ich jetzt den Abschlag. Zwischendurch korrigiert mein Pro immer wieder meinen Griff am Eisen und meine generelle Haltung und erklärt Abläufe und Schläge sehr bildhaft und einleuchtend. Meine Füße stehen etwas mehr als Schulterbreit auseinander, meine Beine sind fast gestreckt, ich fixiere den Ball, hole Schwung und schon ist der Golfball satte… ich schätze mal, so 50 Meter weit geflogen… daran kann man definitiv arbeiten. Wichtig ist hier aber erstmal die Technik und dass ich den Ablauf beim Abschlag richtig beherrsche.

„Wir bauen unseren Schnupperkurs so auf, dass man sich mit jeder Station steigert und man immer mehr dazu lernt. Du trainierst quasi alle Schläge, die man auf dem Golfplatz braucht. Da wir jetzt mit dem Schnupperkurs durch sind, könntest du dein neugewonnenes Wissen an unserer öffentlichen 6-Loch-Anlage testen“, erklärt mir Andrew Duck. Ich bin zwar noch kein Tiger Woods und auch noch kein Martin Kaymer, aber jede Menge Spaß hat mein Schnupperkurs auf jeden Fall gemacht. Ich überlege sogar, ob ich direkt noch den Platzreifekurs mache und bespreche das am besten direkt mit Isabel Otto-Duck, mit der ich ja noch auf einen Kaffee verabredet bin.

Schluss mit dem schlechten Image

„Golfeinsteiger, wie du es einer vielleicht wirst, haben bei uns viele Möglichkeiten. Viele denken aber, dass Golf teuer ist und nur was für die Oberklasse, aber das stimmt so nicht“, erklärt mir die Geschäftsführerin. „Bei uns kostet ein zweistündiger Schnupperkurs nur 19 Euro und auf unserer öffentliche 6-Loch-Anlage kann man für 15 Euro spielen.“ Übrigens sind auch Kinderschläger, z.B. für einen Schnupperkurs, ausleihbar, wenn man den Golfsport mit der ganzen Familie einmal erlernen möchte. Selbst der Platzreifekurs, der etwa einen Monat dauert und 15 Unterrichtsstunden beinhaltet, ist mit 299 Euro von den Kosten sehr überschaubar. Denn man bekommt nicht nur die Ausrüstung in Form eines Golfbags inklusive Bälle gestellt, sondern kann jederzeit auch die 6-Loch-Golfanlage kostenfrei nutzen. Da dieser Kurs maximal vier Personen groß ist, ist auch die Unterrichts-Qualität entsprechend hoch. „Wir möchten einfach unsere Begeisterung für den Golfsport vermitteln und zeigen, dass es ein tolles Hobby für Alt und Jung ist“, schwärmt Andrew Duck. „Golf hat leider generell ein schlechtes Image“. Obwohl es so viele gute Gründe für den Golfsport gibt: Golf ist gesellig, kommunikativ, man kann sich an der frischen Luft aufhalten, die Natur genießen und es tut auch der Gesundheit gut. Hättet ihr gewusst, dass man 100 Muskeln beim Abschlag beansprucht und auf der Golfanlage Haus Bey bei einer 18-Loch-Runde fast 10 Kilometer bei einem Spiel zurücklegt? Golf ist längst kein Sport mehr der „Reichen“, sondern gehört längst zum Breitensport.

Also, worauf wartet ihr noch! Nutzt die tollen Angebote der Golfanlage Haus Bey und habt einfach Spaß an dieser wirklich tollen Sportart!

Weitere Infos gibt es hier:

https://niederrhein-tourismus.de/auszeit/golfanlage-haus-bey

 

 

 

 

 

2 Kommentare zu “Schnuppern auf der Golfanlage Haus Bey”

    Patricia says:

    Hallo Nicole, dein Eintrag war sehr interessant, ich hatte bisher immer gedacht, Golf sei etwas für Rentner. Ich denke, ich werde am Wochenende mal das Haus Bey besuchen. 🙂

    Nicole Marks says:

    Hey Patricia, das freut mich sehr, vielen Dank für dein Feedback! Ja, Golf ist echt spannend und auch nicht so teuer, wie man denkt. Ich wünsche dir ganz viel Spaß auf der Golfanlage Haus Bey! Liebe Grüße, Nicole

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Über mich

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