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Persönlichkeiten am Niederrhein: Michael Große Holtforth – Der vegane Hotelbesitzer

14.05.2021

Es ist wieder soweit! Heute stelle ich euch aus meiner neuen Reihe „Persönlichkeiten am Niederrhein“ den zweiten interessanten und beeindruckenden Charakter vor – Michael Große Holtforth. 2002 hat er das Landhaus Beckmann von seinen Eltern übernommen und es seitdem stetig weiterentwickelt. Wie ein ganz normaler Arbeitstag bei ihm aussieht, wie er sich in seiner Freizeit fit hält und seit wann er Veganer ist? Einfach weiterlesen…

 

Erinnert ihr euch noch an meinem Besuch im Landhaus Beckmann Ende September? Damals bin ich hier auf eine kleine Entdeckungstour gegangen und habe für euch nicht nur das Hotel, sondern auch den Spa-Bereich und das Restaurant „Beckmann’s Tellerrand“ getestet. Alles gezeigt hat mir damals der Geschäftsführer Michael Große Holtforth, der mir auch schon einiges über sich erzählt hat, u.a. dass er Veganer ist. Daher freue ich mich sehr, dass ich euch Michael heute noch ein bisschen näher vorstellen darf.

Kleiner Rückblick

Habt ihr gewusst, dass das Landhaus Beckmann seit 1850 im Familienbesitz ist? Bevor Michael das Ruder aber in die Hand genommen hat, hat er einige Erfahrungen in der anderen Hotels und der Gastronomie gesammelt. Der Startschuss fiel damals 1990 im Düsseldorfer Hilton als Ausbildung zum Restaurantfachmann. Dann folgten u.a. eine Anstellung im London Hilton on Park Lane, im Hotel Albrechtshof Berlin und im The Mandala Hotel & Suites Berlin.

2002 brachte der geborene Klever dann frischen Wind in den Familienbetrieb und veränderte einige Dinge in langsamen Prozessen, immer darauf bedacht, ob die eigenen Vorstellungen auch den Wünschen der Gäste entsprechen. Eine größere Neuerung, von dem die Gäste begeistert sind und ich es auch bei meinem Besuch war, ist der Spa-Bereich, den man übrigens auch für sich ganz alleine mieten kann. Vor über zwei Jahren wurde auch die Bar modernisiert, die mit Holz- und Mooselementen stylisch und gleichzeitig gemütlich wirkt. Und genau hier habe ich einer der besten Drinks meines Lebens getrunken… mehr dazu verrate ich euch später.

Sein Alltag

Natürlich ist Michael nicht nur damit beschäftigt, Neuerungen rund um sein Hotel einzuführen, daher war meine erste Frage an ihn: Wie sieht eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag bei ihm aus? In der Regel findet sein Tag die meiste Zeit im Büro statt. Morgens fängt er mit der Prüfung der wichtigsten Kennzahlen vom Vortag an, dann kümmert er sich um Einkauf, Marketing, Buchhaltung, Mitarbeiterverwaltung und alle anderen bürokratischen Aufgaben. Zwischendurch gibt es auch immer viele Momente, wo er operativ aktiv ist. Immer wieder steht er dabei in Abstimmung oder im Austausch mit seinen Mitarbeitern und seinen Gästen.

Seine Ziele

Jeden Tag möchte er sein Hotel immer wieder ein bisschen besser aufzustellen. Besonders wichtig sind ihm dabei Nachhaltigkeit und Digitalisierung, wie in den meisten Unternehmen. Gerade die Nachhaltigkeit ist ein sehr vielschichtiges Thema und jeder legt für sich den Schwerpunkt dabei woanders. Michael möchte mit seinem Hotel den Gästen dabei helfen, einen nachhaltigen Urlaub zu gestalten. Also mit dem nötigen Komfort, aber auch vielleicht auch mal ohne den ein oder anderen „unnötigen“ Komfort, der zu Lasten der Nachhaltigkeit geht.

Seine Lebenseinstellung

Ein Thema, dass in diesem Zusammenhang ganz gut passt, ist seine Entscheidung, sich vegan zu ernähren. In seinem Hotel-Restaurant „Beckmann’s Tellerrand“ gibt es neben Gerichten mit regionalem Fleisch, auch jede Menge vegane Highlights, die ich auch schon getestet habe. Michael hat hier übrigens jeden Monat einen neuen veganen Favoriten, aktuell ist es „Malischer Gulasch mit Süßkartoffeln“ oder auch „Spaghettini mit gebratenem Spargel“.

Seinen Entschluss, sich vegan zu ernähren, traf Michael übrigens vor etwa acht Jahren. Davor ernährte er sich über 20 Jahre vegetarisch. Grundsätzlich unterscheidet er nicht zwischen Haus- und sogenannten „Nutz“-tieren, hat Empathie für alle Tiere und sieht, wie viele Menschen, keine Notwendigkeit, diese zu „benutzen“. Michael sieht aber auch Vorteile für sich persönlich durch die vegane Lebensweise, er fühlt sich fitter, aber auch gesünder und viele Zivilisationskrankheiten kann man tatsächlich mit einer veganen Ernährung vorbeugen. Was er auch noch betont, dass am Ende die Ernährung über den Umweg „Tier“ eine enorme Ressourcenverschwendung ist, die sich extrem negativ auf die Umwelt und das Klima auswirkt. Und genau daran sollten wir alle viel öfter denken, unseren Fleischkonsum im Idealfall herunterfahren oder uns zumindest bewusst für Regionalität entscheiden. Genauso mache ich es übrigens auch, Fleisch kommt bei mir nur selten auf den Tisch. Wenn ich etwas hole, dann direkt vom Bauern oder vom Metzger meines Vertrauens und in der Woche ernähre ich mich gerne vegan.

Seine Freizeit

Hat so ein vielbeschäftigter Mann überhaupt Zeit für ein Hobby? Die nimmt er sich auf jeden Fall und die klassischen Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen sind ein guter Ausgleich für ihn. Besonders gerne läuft er direkt um die Ecke vom Hotel im Hochwald und mit dem Rad zieht es ihn meistens in Richtung Nimwegen (Düffelt, Ooijpolder, Berg en Dal). Und wenn der Tag doch mal etwas stressiger war, kommt er abends am besten bei einem kleinen Spaziergang mit seiner Frau zur Ruhe.

Seine Heimat

Natürlich muss ich noch wissen, was Michael mit dem Niederrhein verbindet und was er besonders an ihm schätzt. Dabei ist mir ein Satz nachhaltig im Gedächtnis geblieben, der es für mich, und auch viele andere von euch genau, genau auf den Punkt bringt: „Niederrhein ist für mich Heimat“. Er mag es, den Niederrhein aktiv zu erleben, die Weite, die Ruhe und die Landschaft, aber auch die Nähe zu den großen Städten wie Düsseldorf, Köln, Utrecht und Amsterdam. Gerade die Nähe zu den Niederlanden hat für ihn einen ganz besonderen Reiz. Das kann ich genauso unterschreiben, ihr sicherlich auch!

Noch ein Tipp von mir

Jetzt verrate ich euch aber noch schnell meinen Tipp in Sachen Drinks im Landhaus Beckmann. Wenn also nach dem Lockdown alles wieder normal geöffnet ist, trinkt an der Bar unbedingt den veganen Cocktail „Kamils-Special“. Den hat mir bei meinem Besuch der Restaurantfachmann Kamil empfohlen bzw. diesen sogar selbst kreiert. Neben Maracujanektar, Grenadine und natürlich Eis besteht der Cocktail aus Bio-Sojamilch, die auch nochmal als Schaum obendrauf kommt. In der alkoholhaltigen Variante ist noch Wodka oder Bacardi dabei.

An dieser Stelle ein liebes Dankeschön, dass ich dich heute vorstellen durfte, lieber Michael und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im Landhaus Beckmann!

Und wenn ihr mehr über meinen letzten Besuch im Landhaus Beckmann erfahren wollt, dann schaut euch gerne nochmal meinen Blog an:

https://niederrhein-tourismus.de/niederrhein-fraeulein/meine-vegane-auszeit-im-landhaus-beckmann 

Hier findet ihr ebenfalls weitere Infos:

https://niederrhein-tourismus.de/gastgeber/greenline-hotel-landhaus-beckmann

 

 

 

 

 

 

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Über mich

Ich bin Nicole, freie Journalistin, waschechte Niederrheinerin und ganz verliebt in meine Heimat!

Ich möchte euch mit zu meinen Lieblingsplätzen nehmen, Menschen und Unternehmen vorstellen, die den Niederrhein ausmachen, von tollen Events berichten, euch interessante Insider-Tipps in Sachen Shopping, Restaurants & Co. geben und noch vieles mehr – ihr dürft gespannt sein!

Ich freue mich, wenn ihr mich auf meiner Reise durch den Niederrhein begleitet!

 

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