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Mit Thomas das charmante Kempen entdecken

04.12.2020

Dass ich ein großer Kempen-Fan bin, habe ich euch ja schon öfters verraten. Heute bin ich wieder in der charmanten Thomasstadt und genau mit DEM Namensgeber – Thomas von Kempen – hat auch mein Besuch zu tun. Zusammen mit zwei lieben Damen von der Stadt Kempen durfte ich den Nachmittag über eine neue Stadtrallye für Kinder mit dem schönen Titel „Unterwegs mit Thomas“ testen und auch der Abend war mit einem besonders, kunstvollen Late-Night-Shopping ein echtes Highlight…

 

Bevor ich euch alle Details verrate, möchte ich euch die beiden zauberhaften Damen, die mich gleich begleiten werden, kurz vorstellen: Kirsten Pfennings ist bei der Stadt für die Pressearbeit und das Marketing zuständig und Doris Morawietz ist vom Kulturamt der Stadt, Museumspädagogin im  Städtischen Kramer-Museum und im Museum für Niederrheinische Sakralkunst und für die Idee, die Konzeption und die Redaktion der Stadtrallye und das passende Heft dazu verantwortlich.

Ein Gemeinschaftsprojekt mit Herz

Aber hinter diesem tollen Projekt stecken noch viel mehr Menschen. Herausgeber ist die Stadt Kempen und die Thomas-Stiftung Kiefer, redaktionelle Unterstützung bekam Doris von Hans-Josef Birker und die Illustration hat Henning Lindeke übernommen. Die Grafik und Realisation stammt von der PEP Werbeagentur aus Kempen und gedruckt hat das Heft die Druckerei Schommers, ebenfalls aus Kempen.

Damit ich schon mal einen ersten Eindruck von dem Stadtrallye-Heft erhalte, habe ich es bereits ein paar Tage vorher nach Hause geschickt bekommen. Was mir direkt aufgefallen ist – die total praktische Ringbuchheftung, damit man flexibel die Seiten umschlagen kann und direkt auf der ersten Seite befindet sich ein kompletter Übersichtsplan der Stadtrallye. Mit jeder Seite, die ich durchblättere, erkenne ich, wie viel Liebe hier einfach drin steckt. Höchste Zeit, das Ganze selbst zu testen!

Die Idee hinter dem Projekt

Aber was steckt hinter der Stadtrallye, was ist der Kerngedanke? Es geht einfach ums Erkunden, Entdecken und Erleben und nicht ums Gewinnen. So steht es auch direkt auf der ersten Seite des Heftes. Gedacht ist „Unterwegs mit Thomas“ für Kinder ab 10 Jahren, Jugendgruppen wie etwa Pfadfinder und Jungfeuerwehr und Familien, die Lust darauf haben, die Stadt besser oder erstmals kennenzulernen. 32 Seiten und 21 Illustrationen mit kleinen Aufgaben, Wegbeschreibungen, Anekdoten und Wissenswertem führen charmant durch die Stadt. Das Beste: Wenn sich die Kleinen am Ende der Stadtrallye das ausgefüllte Heft im Städtischen Kramer-Museum abstempeln lassen, erhalten sie freien Eintritt im Museum. Mit dabei ist ein Briefumschlag mit den Lösungen, der aber erst nach dem Abstempeln geöffnet werden darf.

Los geht’s – Der Selbstversuch

Kurze Info: Meine Stadtrallye verläuft heute ein bisschen antizyklisch, also nicht genau nach der Reihenfolge im Heft und ich verrate euch natürlich nicht alles, sondern nur ein paar Highlights, schließlich müsst ihr Kempen ja noch selber entdecken. 😉 Normalerweise ist der Start der Stadtrallye das Franziskanerkloster, wir treffen uns aber am größten und schönsten Platz Kempens – dem Buttermarkt. „Freut uns sehr, dass du da bist und unsere Stadtrallye heute ausprobierst. Auf dem Weg zu deinem persönlichen Startpunkt, wollten wir dir aber noch schnell zwei kleine Attraktionen von Kempen zeigen“, begrüßen mich Doris und Kirsten. „Hier vorne im Rathaus siehst du unsere berühmte Fackelausstellung mit einer 31 Meter langen „Laterne“, die sich über die gesamte Front zieht.“ Wahnsinn! Auch wenn in diesem Jahr alles etwas anders ist und es keine Sankt Martins-Züge gab, ist es schön, hier ein bisschen Sankt Martins-Stimmung zu spüren. „Ein paar Schritte weiter wartet schon unser nächstes Highlight – unser Brunnen mit vielen bunten Liebesschlössern. Was Köln kann, können wir auch… zumindest im Kleinen“, lacht Kirsten. Mega süße und bezaubernde Highlights, die mich wieder mal erkennen lassen, dass Kempen etwas ganz Besonderes ist.

Wer suchet, der findet

„So, dann starten wir mal mit der Stadtrallye am Thomas-Denkmal auf dem Kirchplatz „An St. Marien“. Schlag mal Seite 24 in deinem Heft auf, da warten deine ersten Aufgaben auf dich“, führt mich Doris ein. Okay, bin gespannt. Nach einer kurzen Einführung im Heft, dass Thomas von Kempen auch ein Buch geschrieben hat und worum es dabei geht, ist die erste Frage „Wie lautet der Titel meines Buches?“. Die Antwort darauf finde ich am Denkmal selber – Die Nachfolge Christi – und auch die nächsten Fragen wie „Wann wurde dieses Denkmal errichtet und von wem?“ sind schnell gefunden. „Wir haben versucht, das Heft spannend zu gestalten und ein bisschen die Abenteuerlust zu wecken. Was uns aber auch noch wichtig war, dass wir in dem Heft einen Bogen zwischen früher und heute spannen und dabei einige Besonderheiten kurz und knapp zu erklären. Darunter auch Themen, die man auch im Schulunterricht bespricht, wie z.B. dass es damals, als Thomas selber zur Schule ging, gar nicht selbstverständlich war, diese zu besuchen und nur den Jungen vorbehalten war“, erklärt Doris. Man hat also nicht nur Spaß beim Lösen der Fragen im Heft, sondern lernt auch noch etwas – die perfekte Mischung, wie ich finde! „Von der ersten Idee bis zum finalen Druckergebnis hat es übrigens ein Jahr gedauert. Aber von Anfang an war aber klar, dass Thomas, als berühmtester Sohn der Stadt, die Hauptrolle bei dem Projekt spielen wird“, erzählt mir Doris weiter. „Unterstützt wird das Projekt u.a. von der Thomas-Stiftung und nächstes Jahr feiert die Stadt Kempen seinen 550.Todestag. Unsere Stadtrallye ist da eine tolle Einführung in das Jubiläumsjahr.“

Spannende Aufgaben und…

Durch die Bockengasse geht es als nächstes in Richtung Judenstraße. „Die haben wir erst vor kurzem saniert und dabei auf Barrierefreiheit geachtet. Nach diesem Vorbild sollen alle Straßen hier in der Altstadt ebenfalls saniert werden“, verrät mir Kirsten, als wir uns der wohl bekanntesten Straße in Kempen nähern – der Alten Schulstraße. Auf Seite 11 im Heft warten hierzu schon die nächsten Aufgaben bzw. Fragen auf mich. „1609 wurden die Häuser hier gebaut, die heute liebevoll von den Anwohnern dekoriert werden. Früher wohnten hier viele Handwerker und hatten im Erdgeschoss ihre Werkstatt oder ihren Laden und haben darüber gewohnt“, erklärt mir Doris mehr zur Geschichte. Und genau damit hat auch meine nächste Frage zu tun. Ich muss jetzt den Spruch „Heir stan suilen und leisten das ler kost am aller meisten“ an einem der Häuser entdecken und beantworten, welcher Handwerker hier wohl gelebt hat. Ich habe es natürlich sofort entdeckt und freue mich schon auf die nächsten Aufgaben in der Tiefstraße und am Kuhtor, das letzte der vier Stadttore, durch das früher die Tiere vom Bauernhof auf die Weide getrieben wurden. Ups, ich habe euch schon wieder eine Frage beantwortet… aber es folgen noch viele weitere. 😉

… himmlische Fragen

An der Kuhstraße angekommen, fordert mich Kirsten auf, mal auf den Boden zu schauen. Und tatsächlich fehlt mir eine große Eisenplatte auf. „Das ist eine sogenannte Bodenintarsie, die es mittlerweile in vielen Städten gibt und alle von der Künstlerin Carmen Dietrich und ihrem Kollegen Gregor Merten stammen. Sie zeigen die Symbole der drei großen Religionen, die an einen alleinigen Gott glauben und sind so angeordnet, dass sie eine Figur ergeben. Erkennst du, welche das ist?“, fragt mich Doris. Zugegeben, ich muss erst mehrmals meine Position verändern und dann fällt es mir plötzlich auf. Im Heft dürft ihr die erkannte Figur jetzt nachzeichnen und die Frage beantworten, wann die Bodenplatte verlegt wurde. Wie immer, findet ihr die Lösung am Objekt selber. „Das Lösungsblatt hält übrigens noch weitere Informationen zu dieser Platte bereit und es gibt am Haus schräg gegenüber noch eine kleine Informationstafel dazu“, ergänzt Doris.

Das Wahrzeichen von Kempen…

… darf natürlich auf meinem Stadtrallye-Weg nicht fehlen und schon von weitem fällt mir die wunderschöne Burg von Kempen ins Auge. „Ja, wir haben hier schon etwas Besonderes, es ist selten, dass eine Burg mitten in der Stadt zu finden ist. Da haben wir schon ein Alleinstellungsmerkmal und selbstverständlich haben wir uns auf gleich zwei Seiten im Heft Kempens alter Festung gewidmet. Wenn du oder deine Leser mehr über die Burg erfahren und diese auch mal erkunden wollt, könnt ihr über die Stadt eine Führung buchen und den Turm dann sogar besteigen“, fügt Kirsten hinzu und gibt gleich noch einen Tipp. „Und wer mal Lust auf einen schönen Spaziergang hat… der Park rund um die Burg geht an beiden Seiten in einen Grüngürtel über, der die ganze Altstadt wie einen Ruhepuffer umgibt und stolze 2,5 Kilometer lang ist.“

Freier Museumseintritt

Wie schon am Anfang verraten, ist Doris auch Museumspädagogin im Städtischen Kramer-Museum und im Museum für Niederrheinische Sakralkunst und genau da führt uns mein letzter Stadtrallye-Weg hin. „Das ist auch das Ziel für die Kinder, die das ausgefüllte Stadtrallye-Heft an der Museumskasse vorzeigen und dann als „Belohnung“ freien Eintritt ins Museum bekommen“, erklärt Doris. „Wir hatten lange überlegt, wie man auch die jüngere Generation ins Museum bekommt und mit so einer Stadtrallye sind wir, denke ich, auf dem richtigen Weg. Und hier im Museum kann man weiter auf den Spuren von Thomas wandeln.“

Ich darf auch einen kleinen Blick ins Museum werfen und entdecke im Sakralmuseum schnell die ersten Thomas-Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, auf denen Thomas in der Regel sitzend und lesend zu sehen ist. „Hier in der Saalkirche finden sonst die schon über die Stadtgrenze hinaus bekannten Klosterkonzerte statt, die schon den ein oder anderen Künstler wie den Geiger Daniel Hope bekannter gemacht haben“, erzählt mir Doris und hat noch eine kleine Überraschung parat. „Zum Schluss gehen wir noch schnell nach ganz oben, von dort aus gibt es, neben einem tollen Blick auf die Kirche und ins Innere der Orgel, noch Schaukästen mit original Ausgaben von der Nachfolge Christi, dem Buch von Thomas von Kempen.“ Neben einer spanischen Ausgabe von 1683 und einer französischen von 1659 entdecke ich auch eine japanische Ausgabe und natürlich wieder Gemälde mit dem berühmtesten Sohn der Stadt.

Mein Stadtrallye-Fazit

Es hat total viel Spaß gemacht, mit anderen Augen mal die Stadt zu erkunden. Ich war viel an der frischen Luft, habe einige Meter zurückgelegt und gelernt habe ich auch noch was. Und wenn ihr jetzt auch Lust habt, die Stadtrallye mit euren Kids zu machen oder das Ganze vielleicht zu verschenken, dann bekommt ihr das Heft inklusive Lösungsblatt im verschlossenen Umschlag zum Preis von 4,90 Euro an der Museumskasse im Kulturforum Franziskanerkloster (Burgstraße 19), in der Thomas Buchhandlung (Burgstraße 28) und in der Buchhandlung Wissink (Burgstraße 6). Die Rallye führt übrigens an 16 Stationen in der Altstadt vorbei und dauert ohne Pause gut eineinhalb Stunden.

Kunstvolles Late-Night-Shopping

Bevor es für mich nach Haus geht, genieße ich mit Kirsten und Doris noch das Late-Night-Shopping, das dieses Mal nicht nur im Zeichen von Sankt Martin steht, was man z.B. in der ersten Etage bei Optiker Bunse in Form eines wunderschönen Sternenhimmels erkennen kann, sondern auch die Kunst steht im Fokus. Das bedeutet, dass in zahlreichen Geschäften von Radsport Claassen über den Bernd Lübbenjans Store bis hin zur Naturfleischerei Fander und der Thomas Buchhandlung Werke von örtlichen Künstlern in den Schaufenstern untergebracht sind, die alle zum neu gegründeten Kempener Kunstverein gehören. Bei Schuh & Sport Krahn war ein Werk mit einem Kafka-Portrait von Ingo Schuch zu bewundern, im Goldwerk 3D-Kunst in Ölsardinen von Nada Vitz und bei Kaenders Modehaus etwa das Bild „Gans ohne Martin“ von Sandra Vizente. So macht Shoppen noch mehr Spaß und lernt nebenbei neue Künstler kennen. Aber Shoppen in Kempen macht mir persönlich eh immer sehr viel Spaß. Der Werbering Kempen und die zahlreichen Läden lassen sich immer was Besonderes für die Kunden einfallen – ob es der Schnullerbaum neben Radieschen Kempen ist, die Smiley-Girlanden, die die Judenstraße schmücken oder die tolle Deko mit Heimat shoppen-Tüten im Studentenacker, um nur ein paar Beispiele zu nennen…

Übrigens: Am 5., 12. und 19. Dezember haben die Kempener Läden extra lange bis 18 Uhr für euch mit Walking Acts und einer schönen weihnachtlichen Beleuchtung geöffnet. Sehen wir uns? 😉

Gut zu wissen

Ihr wollt mal eine Stadtführung durch Kempen buchen oder die Burgturmbesteigung machen? Hier findet ihr weitere Infos:

https://niederrhein-tourismus.de/freizeit/stadtfuehrungen-kempen

https://niederrhein-tourismus.de/freizeit/burgturmbesteigung-in-kempen

 

 

 

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Über mich

Ich bin Nicole, freie Journalistin, waschechte Niederrheinerin und ganz verliebt in meine Heimat!

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