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Meine Reisemobil-Tour – Teil 1: Unterwegs im schönen Gelderland

06.05.2022

Heute darf ich endlich wieder mit einem Reisemobil den Niederrhein entdecken! Ausgestattet mit einem über sieben Meter langen Reisemobil von Lutz & van Bebber GmbH – Gelderland-Mobile geht es wieder auf große Tour. Habt ihr gewusst, dass ihr allein hier am Niederrhein mehr als 70 Stellplätze entdecken könnt? Das Besondere: Alle Anlagen haben ihren ganz besonderen Charme und verfügen über tolle Freizeitmöglichkeiten direkt in unmittelbarer Nähe. Jede Menge Abwechslung hat vor allen Dingen die interregionale Sport-und Eventstätte Waldfreibad Walbeck mit dem Reisemobilstellplatz „Am Freibad“ zu bieten. Ihr wollt wissen, was mich hier nachhaltig beeindruckt hat? Dann lest schnell weiter…

 

Bevor ich euch von meinem Abenteuer Reisemobil in Geldern mehr erzähle, verrate ich euch, was mich persönlich überzeugt hat, ein Reisemobil zu nutzen und warum ihr auch unbedingt mal mit diesem Fortbewegungsmittel auseinandersetzen solltet. Seitdem ich das erste Mal für euch mit dem Reisemobil unterwegs war, wollte ich mehr: das Gefühl unabhängig und flexibel zu sein, den Niederrhein wieder von einer anderen, neuen Seite kennenzulernen und dort einfach zu bleiben, wo es einem gefällt – das waren meine ganz persönlichen Beweggründe.

Camping boomt

Das Thema Camping boomt enorm und hat sich in Corona-Zeiten noch verstärkt. Auch immer mehr jüngere Menschen und Neueinsteiger interessieren sich für den Urlaub mit einem Reisemobil. 2021 gab es laut dem Caravaning Industrie Verband 81.420 Neuzulassungen, nochmal 4,3 % mehr als im Boom-Jahr 2020. Und auch in diesem Jahr steigt diese Zahl nochmal deutlich an. Die Reisemobil-Zulassung haben sich in den letzten vier Jahren sogar mehr als verdoppelt.

Da passt es doch ganz gut, dass das Fachmagazin „pro mobil“ bestätigt hat, dass es nur „wenige touristische Regionen im Land gibt, die sich so überzeugend und klar zum Reisemobiltourismus bekennen, wie der Niederrhein“. Wir haben das Reisemobil-Paradies also direkt vor der Haustür. Und tatsächlich ist für jeden etwas dabei – vom kleinen, verträumten Plätzchen im Wald oder am Wasser bis zur Luxus-Anlage der höchsten Kategorie. Das i-Tüpfelchen sind die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, die das Angebot für Wohnmobilurlauber perfekt ergänzen. Ganz vorne mit dabei: Radfahren, Wandern, Wassersport, Naturerlebnispfade, eine dichte Museumslandschaft, historische Schlösser und Kirchen und die vielen attraktiven Städte und Gemeinden selber, die mit kleinen Cafés und inhabergeführten Boutiquen zum Verweilen einladen.

 

 

Erster Halt: Gelderland Mobile

Damit es für mich endlich losgeht, benötige ich aber noch das richtige Gefährt, dass ich von Lutz & van Bebber GmbH – Gelderland-Mobile gestellt bekomme. Als ich mit meinem Fotografen Malte auf das riesige Firmengelände fahre, bin ich erstmal überwältigt, wie groß die Auswahl an Reisemobilen hier ist. Ich bin schon gespannt, welches wir mitnehmen dürfen. Nachdem wir uns angemeldet und die Formalitäten erledigt haben, führt uns Kundenberater Simon Giesen erstmal herum. Wir bleiben kurz im Hauptgebäude, in dem sich alle Büros befinden und man direkt mit dem Kundenservice alle Wünsche rund um das Reisemobil oder den Caravan besprechen kann. Hier gibt es auch einen kleinen Shopbereich, in dem ihr Ersatzteile und Zubehör wie Safe, Klimageräte, SAT-Anlage, Grill, Fahrradträger & Co. bekommt. „Wir können aber fast alles rund um das Reisemobil bestellen, wenn wir das gewünschte Teil mal nicht vorrätig haben“, bestätigt Simon.

 

 

Carado, Hymer & Laika

Unser nächster Stopp ist der Außenbereich, wo wir mehr über die unterschiedlichen Reisemobile erfahren. „Man kann bei uns nicht nur etwa 40 bis 50 Reisemobile mieten, sondern auch direkt welche kaufen und unsere Werkstatt nutzen“, erklärt uns Simon auf dem Rundgang. „Wir führen die Marken Carado, Hymer und Laika und vom Kastenwagen von fünf Metern bis zur Luxusvariante von über 7,40 Metern bieten wir ein breites Spektrum. Unter der überdachten Halle hier vorne, die wir letztes Jahr gebaut haben, befinden sich unsere Reisemobile zur Auslieferung und auf dem großen Platz stehen alle Reisemobile, die zur Vermietung bereitstehen.“ In ein paar Reisemobile darf ich reinschauen und stelle fest, dass alle ihren eigenen individuellen Grundriss haben, je nachdem, was der Kunde bevorzugt. Worauf ich bislang nicht so direkt drauf geachtet habe, ist, dass es teilintegrierte Reisemobile gibt, die vorne aussehen, wie Transporter und eher für zwei Personen ausgelegt sind, und den Vollintegrierten, der optisch wie ein Bus wirkt und für die ganze Familie Platz bietet.

Wenn ihr überlegt, euch ein Reisemobil anzuschaffen, würde ich euch empfehlen, dass ihr verschiedene Modelle bei Gelderland Mobile für kleine Wochenend-Trips mietet. So könnt ihr besser entscheiden, was euch wichtig ist. Wünscht ihr euch etwa eine Klimaanlage, kann Gelderland Mobile diese in eurem Wunsch-Reisemobil auch nachrüsten.

 

 

Unser Gefährt – der Carado T448 Edition 15 Modell 22

Jetzt geht es aber zu unserem Reisemobil, das stolze 7 Meter und 40 Zentimeter misst – das teilintegrierte Reisemobil Carado T448 Edition 15 Modell 22, das erst im März zugelassen wurde. Ausgestattet mit vier Schlafplätzen, einer Toilette, einem Fernseher, einem gemütlichen Sitzbereich, einem relativ großen Kühlschrank, einer Küchenzeile mit Gasherd und Spülbecken, einer Markise und einem Fahrradträger gibt es hier alles, was man für einen Kurzurlaub benötigt. Nach einer kleinen Kurzeinweisung bzgl. Tankdeckel, Grauwasser, Strom & Licht, drehbare Sitze benutzen und was zu beachten ist, bevor man die Markise ausfährt, bin ich sehr erstaunt, wie groß die Heckgarage ist, die man von beiden Seiten beladen kann. Theoretisch hätten hier auch noch Fahrräder Platz, aber dafür haben wir ja den Fahrradträger hinten. Bestens informiert, kann es auch schon zum ersten Ziel losgehen – der internationalen Sport-und Eventstätte Waldfreibad Walbeck mit dem Reisemobilstellplatz „Am Freibad“.

 

 

Das Waldfreibad Walbeck

Den Ortsteil Walbeck in Geldern kannte ich bislang nur als Spargelhochburg und war dort für euch schon mal im Hotel Haus Deckers zu Gast. Keine vier Minuten von dort entfernt, befindet sich das Waldfreibad Walbeck. Als wir ankommen, herrscht gerade reges Treiben, denn heute ist großer Ehrenamtler-Tag und über 20 RentnerInnen sind dabei, die Anlage für die kommende Saison vorzubereiten.

Dann kommt uns auch schon der hauptamtliche Geschäftsführer der Sport- und Freizeitstätte, Benedikt May, entgegen, der uns zusammen mit seiner Mitarbeiterin Doris Germes herzlich begrüßt. „Ich erzähle euch erstmal ein bisschen was zur Geschichte des Freibades und wie es dazu gekommen ist, dass wir heute so vielfältig aufgestellt sind“, startet Benedikt. „Alles fing vor 18 Jahren an, als die Stadt Geldern das Freibad aus Kostengründen abgestoßen hat. Unmittelbar danach hat sich der Bäderverein Waldfreibad Geldern e.V. gegründet, um die Anlage und das Freibad zu betreiben.  In vielen Bereichen machen wir das bis heute alles ehrenamtlich und haben uns im Laufe des Jahres als ganzjährige Sport- und Freizeitstätte inklusive Reisemobil-Stellplatz, Konzerte und Veranstaltungen weiterentwickelt.“

 

 

100.000 Quadratmeter Freizeitspaß

Heute zählt das Waldfreibad, das am 28. Mai wieder seine Türen öffnet, mit seiner idyllischen Lage und seiner über 100.000 Quadratmeter großen Liegewiese zu den schönsten und größten Freibädern Deutschlands. Aber das ist eben noch nicht alles und das weitere Freizeitangebot kann sich mehr als sehen lassen. Was alles dazugehört, zeigt uns Benedikt jetzt und lädt uns auf eine kleine Entdeckungstour durch die Anlage ein. Vorbei an den unterschiedlichen Bereichen des Freibads, wie das 50 Meter lange Olympiabecken, zeigt uns Benedikt als erstes die riesige Liegewiese, die im Sommer regelmäßig zur Veranstaltungs-Area wird. „Letztes Jahr hatten wir durch Corona natürlich wesentlich weniger Gäste, aber das Schöne bei uns generell ist, dass man es sich mit einer selbst mitgebrachten Picknickdecke, Kissen oder einer Yogamatten so richtig gemütlich auf der Liegewiese machen kann. Dabei sitzt oder steht man immer erhöht und hat einen perfekten Blick auf den Künstler“, bestätigt Benedikt. Hört sich nach tollen Sommernächten an.

 

 

Tickets für Ingo Appelt & Co. sichern

„Aktuell bauen wir auch den touristischen und kulturellen Bereich weiter aus. Wir hatten schon den Sänger Johannes Oerding und den Comedian Torsten Straeter da und in diesem Jahr gibt es auch wieder ein unterhaltsames Programm mit „Comedy auf der Liegewiese“ und der Sommermusik. Die Gäste sind Ingo Appelt am 26. August, Luke Mockridge am 27. August und der Sitzungspräsident am 19. August. Natürlich gibt es auch wieder zwei Open-Air-Konzerte am 16. Juni mit „One Night with ABBA“, einer der besten ABBA-Coverbands, und am 18. Juni mit der 13-köpfigen Brasspop-Band Querbeat“, freut sich Benedikt schon auf die bevorstehenden Events. Wenn ihr euch jetzt schon Tickets sichern wollt, könnt ihr das hier ganz bequem tun.

Vom Fußballgolf bis zum Bogenschießen

Direkt in der Nähe der Liegewiese, neben einem Beachvolleyball-Feld, zeigt uns Benedikt das nächste Highlight – die neue Trendsportart Fußballgolf mit 18 Bahnen. Eine Ballsportart, die, wie der Name eigentlich schon verrät, Elemente von Fußball und Golf kombiniert und seinen Ursprung in Schweden hat. Auf einer Fläche von 70.000 Quadratmetern ist Spaß garantiert und das Ziel ist, das „Runde ins Runde“ in möglichst wenigen Schussversuchen zu spielen. Fußballspieler haben hier aber keinerlei Vorteile, verrät mir Benedikt, auch die Hausfrau, die nicht Fußball spielt, ist hier oft besser.

Ergänzt wird das Freizeitangebot durch einen Escape-Room und Bogenschießen, was ihr In- und Outdoor erleben könnt. In Kooperation mit Bogenial habt ihr die Möglichkeit, intuitives Bogenschießen zu erlernen, könnt einen Anfängerkurs buchen oder direkt einen kleinen 3D-Parcour absolvieren. Was ich hier unbedingt mal bei meinem nächsten Besuch ausprobieren muss, ist die einzigartige ArcheryTime-Arena. Hier trifft echtes Bogenschießen auf virtuelle Realität, eine völlig neue und einzigartige Art des Bogenkinos, bei dem das Wetter keine Rolle spielt.

 

 

Die Wald-Lodges

Wenn ihr direkt auf dem Gelände übernachten wollt, gibt es aber nicht nur die Reisemobilstellplätze, sondern auch Wald-Lodges, die man als Gruppe, Familie oder auch mit z.B. der Firma wunderbar nutzen kann. Gerade befindet sich eine Schulklasse in dem abgetrennten Lodge-Bereich, die das Gelände ganz für sich hat. Was mir als erstes auffällt, die insgesamt acht Häuser, sechs Wohnhäuser, ein Haus mit Dusche und WCs und ein Haus mit einer Küche, sind alle sehr modern und mit allem ausgestattet, was man braucht.

„Umgesetzt haben wir dieses tolle Projekt ganz nach dem Motto ‚Back to the roots‘ mit dem Deutschen Jugendherbergswerk. Die mobilen Heime sind zudem nachhaltig, modular und beliebig erweiterbar. In der Mitte gibt es einen großen Platz für Begegnungen, den man auch für ein Lagerfeuer oder zum Grillen nutzen kann. Wir planen aktuell ein bis zwei Hütten dazu zu nehmen, weil das Konzept sehr gut angenommen wird“, freut sich Benedikt.

Das Ganze befindet sich mitten in der Natur, man kann sich eine kleine Auszeit nehmen und genießt kurz gesagt, ein Abenteuer mit Charakter. Morgens entspannt eine Runde im Freibad schwimmen, danach mit allen frühstücken, einer der Freizeitaktivitäten nutzen, wandern gehen… das kann ich mir schon mehr als gut vorstellen und ist auf jeden Fall abgespeichert für die nächste Tour mit meinen Freunden.

Jetzt geht es aber für uns zu unserem eigentlichen Ziel, aber gut zu wissen, was wir alles während unseres Aufenthaltes hier auf dem Reisemobilstellplatz machen können. Während Benedikt mit dem Rad vorfährt, steigen wir schnell in unser Reisemobil, fahren ein paar Meter und suchen uns einen schönen Platz aus.

 

 

Der Reisemobilstellplatz im Wald

Der gepflegte, von Bäumen umgebene Rasenschotter-Platz mit 50 Stellplätzen auf einer Fläche von 4.400 Quadratmetern ist mitten in der Woche gut besucht und die anderen Camper schauen neugierig, wer da gerade ankommt und begrüßen uns freundlich. Auch Benedikt hält das ein oder andere Pläuschen mit den Gästen, als wir uns auf unserem Stellplatz „einrichten“, die Stühle herausholen und die Markise rausfahren.

Als wir fertig sind, zeigt uns Benedikt noch alles, was wir als Neu-Camper wissen müssen: „Wenn ihr Fragen habt, dann könnt ihr euch auch an unsere Mitarbeiter im Info-Häuschen hier vorne wenden. Direkt am Stellplatz gibt es Möglichkeiten der Entsorgung von Grauwasser und Abfall und hier gibt es auch frisches Wasser. Es gibt insgesamt sechs Stromsäulen mit insgesamt 36 Anschlüssen (Gebühr: 50 Cent für 0,8 Kilowattstunden). Und bis zur Ortsmitte sind es etwa einen Kilometer, wenn ihr beim Metzger, Bäcker oder Supermarkt was einkaufen wollt.“

 

 

Über den Parkscheinautomat oder per App ParkNow (zzgl. 0,25 Euro Gebühr pro Buchung) könnt ihr euren Stellplatz übrigens bequem bezahlen. Ein 24-Stunden-Ticket kostet acht Euro, ein 3-Tage-Ticket 19 Euro. „Unser Reisemobil-Stellplatz bekommt aber bald neue Parksäulen, an denen man direkt mit dem Smartphone oder seiner Bankkarte bezahlen kann, W-Lan wird jetzt auch angeschlossen und wir arbeiten aktuell mit einem Startup zusammen, das sowas wie Booking.com für Reisemobilstellplätze anbieten will.“ Künftig denken Benedikt und sein Team auch darüber nach, Ladesäulen zu installieren, weil das Thema E-Mobilität auch bei den Reisemobilen immer mehr Einzug hält.

Wir sind jetzt perfekt vorbereitet und können die Zeit hier in Geldern genießen und haben alles, was man sich wünschen kann und noch viel mehr.

Noch ein paar Infos zum Freibad und Stellplatz bekommt hier direkt über die Homepage vom Waldfreibad Walbeck und über den Niederrhein Tourismus.

Meine Reisemobil-Tour geht übrigens weiter, aber mehr erfahrt ihr erst im Sommer…

 

 

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Über mich

Ich bin Nicole, freie Journalistin, waschechte Niederrheinerin und ganz verliebt in meine Heimat!

Ich möchte euch mit zu meinen Lieblingsplätzen nehmen, Menschen und Unternehmen vorstellen, die den Niederrhein ausmachen, von tollen Events berichten, euch interessante Insider-Tipps in Sachen Shopping, Restaurants & Co. geben und noch vieles mehr – ihr dürft gespannt sein!

Ich freue mich, wenn ihr mich auf meiner Reise durch den Niederrhein begleitet!

 

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