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Auf der Jagd mit Sofias Smuggling! Mein erster Spielort: das LVR-RömerMuseum

02.10.2020

Heute ist ein ganz besonderer Blogtag für mich! Ich darf nicht nur nochmal das tolle LVR-RömerMuseum in Deutschlands größtem archäologischen Freilichtmuseum in Xanten besuchen, sondern auch als erste offizielle Nutzerin die grenzüberschreitende Spiele-App Sofias Smuggeling ausprobieren. Ich bin schon ganz gespannt, wie sie funktioniert und welche Aufgaben auf mich warten. Das Besondere: Sofias Smuggling ist ein „Cross Border Hunt Game“ und in acht Museen in Deutschland und den Niederlanden spielbar. Das Ziel: Mehr junge Menschen für Kultur und Kunst zu begeistern.

 

Schon bei meinem ersten Besuch im LVR-Archäologischer Park (= APX) in Xanten als Niederrhein Fräulein, war ich total begeistert, wie spannend hier die Zeitreise durch die römische Antike ist. Schon die Architektur des LVR-RömerMuseums ist einzigartig. Errichtet auf römischen Grundmauern verschmelzt der Thermenschutzbau der damaligen römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana mit dem modernen Museumsgebäude aus Stahl und Glas zu einer beeindruckenden Einheit. Die römische Geschichte wird aber nicht nur durch den speziellen Bau, sondern auch im Museum selber lebendig und greifbar.

Kleine Zeitreise durch die römische Antike…

Daher nutze ich heute nochmal die Gelegenheit, mich ganz in Ruhe umzuschauen und mir die beeindruckenden Exponate – rund 2.500 Stück –, die sich auf frei im Raum aufgehängten Rampen und Ebenen befinden, anzuschauen. Einer meiner Lieblingsorte: der verglaste Balkon mit Blick auf die ausgegrabenen Überreste des antiken Badetraktes. Das Stadtbad war so unfassbar groß und damals weit mehr als nur eine Einrichtung zur Entspannung und Körperpflege. Ich erinnere mich noch an meine Führung mit Archäologe Sebastian Held, der mir erzählt hat, dass Thermen damals Treffpunkt und soziales Zentrum einer römischen Stadt waren. Die Thermen waren also genauso ein zentrales Herzstück der Stadt, wie es das LVR-RömerMuseum heute für den APX ist.

… mit modernen Medien

Was mir noch besonders gut am LVR-RömerMuseum gefällt, ist der Einsatz von modernen Medien im ganzen Haus – vom klassischen Hörspiel bis zum aufwändig produzierten, animierten Film über das zivile, damalige Leben. So wird die rund 400-jährige Geschichte der Römerstadt bei Xanten perfekt unterstützt und, wie schon anfänglich erwähnt, einfach greifbarer. Ob außergewöhnliche Grabbeigaben, ungewöhnliche Waffen, typische, römische Kleidung, prachtvolle Wandmalereien oder als weiteres Highlight ein frei schwebendes, römisches Schiff – alle Zeugnisse der antiken Lebenswelt sind spannend aufbereitet und machen Lust, das römische Leben näher kennenzulernen.

Total interessant finde ich es aber auch, eine Gruppe von Schülern zu beobachten, die gerade auch im LVR-RömerMuseum zu Besuch sind. Schön zu sehen, wieviel Spaß sie beim Entdecken des Museums haben und sich alles ganz genau anschauen. Genau das ist es doch, was ein Museum erreichen sollte: Auch jüngeren Menschen längst vergangene Zeit näher zu bringen und das auf eine abwechslungsreiche Art und Weise. 

Die Idee hinter Sofias Smuggling

Die Spiele-App Sofias Smuggling ist da die perfekte Ergänzung für dieses Ziel, die man in acht Museen in der deutsch-niederländischen Grenzregion nutzen kann. Bevor ich das Spiel starte, würde ich aber gerne mehr über das Spiel erfahren und habe dafür die perfekte Ansprechpartnerin gefunden – Museumspädagogin Marianne Hilke, die von Anfang an das Projekt für das LVR-RömerMuseum begleitet hat. „Drei Jahre lang hat es von der ersten Idee bis zur fertigen Spiele-App gedauert“, erklärt mir Marianne. „Beteiligt waren neben den Museen auch das Toerisme VAN, der Niederrhein Tourismus sowie zwei Hochschulen. „Eine besondere Herausforderung war der aktive Austausch mit den Museen und das Überwinden der Kulturunterschiede dabei, aber das hat das Projekt auch spannend und lehrreich für alle gemacht.“

Das Ziel dieses niederländisch-deutschen INTERREG-Projektes von RheijnLand.Xperiences, das auch dem Organisator des Projektes Marc Wingens sehr am Herzen lag: Kinder und Jugendliche an Kultur und Geschichte heranführen. Gleichzeitig sollte aber auch die Anziehungskraft der Region gemeinsam gestärkt und der Museumsbesuch auf beiden Grenzen gesteigert werden. Hört sich nach einem phantastischen Projekt an und eine Spiele-App ist, wie ich finde, da genau die richtige Wahl gewesen. Auch Marianne Hilke ist immer noch ganz begeistert von Sofias Smuggling: „Mir persönlich gefällt an dem Projekt in erster Linie die Vorstellung, dass an den Objekten Gedanken und Emotionen kleben. Jemand in der Vergangenheit hat das Objekt berührt und jetzt können wir das auf diese interaktive Art und Weise auch. Man knüpft quasi eine Verbindung mit den Menschen aus der Vergangenheit. Ich bin mir sicher, dass das erst der Startschuss war für noch viele weitere Projekte dieser Art.“

Sofias Geschichte

Aber welche Geschichte steckt eigentlich hinter Sofias Smuggling und worum geht es bei der Spiele-App eigentlich? Sofia ist eine mysteriöse Händlerin, die des Schmuggels verdächtigt wird und eure Hilfe benötigt, um ihre Unschuld zu beweisen. Es geht um die Kunst des schlauen Handelns, Bestechens und des Schwindelns. Dabei müsst ihr Tatorte untersuchen, alte Rituale durchführen und auf die Jagd nach der einen Wahrheit gehen. Die benötigten Antworten findet ihr in Gemälden, Kunstwerken und historischem Erbe, ihr begegnet aber auch düsteren Gestalten. Hinter jedem der acht faszinierenden Museen verbirgt sich ein eigenes, seltsames Geheimnis und in jedem trefft ihr auf eine spezifische Museumsfigur – Mr. Honig, Ursus, Untitled, Clara, Lady Moyland, Margaretha, Guard und Persona Abenteuer. Euer Ziel ist es, Sofias Vertrauen zu gewinnen und ihr zu beweisen, dass es sich lohnt, ehrlich zu sein. Denn eine Frage steht im Raum: Ist Sofia überhaupt unschuldig? Das müsst ihr herausfinden! Und, habt ihr jetzt auch Lust auf das grenzüberschreitende Abenteuer?

Wie funktioniert die Spiele-App?

Kein Problem! Das ist ganz einfach und unkompliziert. Ihr müsst euch in den jeweiligen App-Stores Sofias Smuggling kostenlos herunterladen und im Museum vor Ort ein Symbol scannen. Dann geht es direkt los und Sofia spricht euch quasi an und stellt euch die erste Aufgabe. Die App gibt es übrigens in drei Sprachen – niederländisch, deutsch und englisch. Mit welchem Museum ihr startet, ist euch überlassen, es gibt keinen vorgegebenen Startpunkt. Folgende Museen gehören dazu: LVR-Archäologischer Park Xanten, Kasteel Hernen (Geldersch Landschap & Kasteelen), Museum Goch, Museum Het Valkhof, Museum Kurhaus Kleve, Museum Schloss Moyland, Freiheitsmuseum und das Nederlands Openluchtmuseum.

Meine Sofias Smuggling-Premiere

Kurzes Fazit direkt am Anfang: Es hat total viel Spaß gemacht! Ich war nicht nur von den Aufgaben, sondern auch von der Technik begeistert. Ich musste Gegenstände finden, scannen und Aufgaben erledigen. Verantwortlich für die Storyline sind übrigens die Hochschule Rhein-Waal und die Hogeschool van Arnhem en Nijmegen, die mich mithilfe modernster Gaming-Technologie, wie Geocaching, Beacons und Augmented Reality in die Welt von Sofias Smuggeling reingezogen haben.

Von Anfang an habe ich direkt alles um mich herum vergessen und war total fokussiert. Schnell habe ich das erste gesuchte Objekt gefunden und konnte mich über mein kleines Erfolgserlebnis freuen. Aber ihr müsst auch aufpassen! Für eine Aufgabe musste ich Öl für eine Zeremonie sammeln und da war auch rötlicher Wein mit dabei. Das hätte mich fast mein virtuelles Leben gekostet. Ich konnte aber nicht nur mit den Museumsobjekten interagieren, sondern musste auch düsteren Gestalten ausweichen und mit einem sogar kämpfen. Mehr mag ich euch aber nicht verraten, ihr müsst Sofias Smuggling einfach selber ausprobieren und euch auf die Jagd nach der einen Wahrheit begeben. Ich wünsche euch aber jetzt schon viel Spaß dabei und freue mich schon auf meinen nächsten Spielort – das Museum Kurhaus Kleve.

Ihr wollt mehr über den kompletten LVR-Archäologischen Park erfahren? Hier könnt ihr euch nochmal meinen Blogbeitrag dazu anzuschauen:

https://niederrhein-tourismus.de/niederrhein-fraeulein/der-lvr-archaeologischen-park-xanten-hier-wird-geschichte-lebendig

 

Das Projekt RheijnLand.Xperiences wird im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und durch die Europäische Union, die Provinz Limburg und das MWEIMH NRW mitfinanziert.

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Über mich

Ich bin Nicole, freie Journalistin, waschechte Niederrheinerin und ganz verliebt in meine Heimat!

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