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Ab aufs Rad – Meine Fahrradtour durch den Kreis Kleve

26.08.2022

Wenn ihr den Kreis Kleve von seinen schönsten Seiten kennenlernen wollt, dann habe ich einen Tipp für euch: Schwingt euch aufs Fahrrad und macht die „Kreis Kleve Route 2“ von Emmerich am Rhein über Kalkar bis nach Rees und wieder zurück. Auf genau 71,3 Kilometer gibt es jede Menge Highlights zu entdecken, drei davon sind die Rheinpromenade in Emmerich, der Ferien- und Campingpark Wisseler See und das ehemalige Schiffer- und Fischerstädtchen Grieth…

 

Die abwechslungsreiche „Kreis Kleve Route 2“ gehört mit seinen über 70 Kilometern, für die man etwa vier Stunden und 45 Minuten benötigt, schon zu einer der längeren Radtouren am Niederrhein, aber man kann diese auch in kleineren Etappen fahren. Wir haben uns auch kleinere Zwischenziele ausgesucht und uns dazu wieder die praktischen giftgrünen NiederrheinRäder ausgeliehen.

Das praktische Knotenpunktsystem

Sehr praktisch ist es, dass wir auf der ganzen Route wieder das bekannte Knotenpunktesystem zur Orientierung nutzen können. Im gesamte Kreis Kleve gibt es über 160 Knotenpunkte, die als rote Schilder mit weißen Punkten zu identifizieren sind. So werden wir mit Hilfe der Wegweiser von Ziffer zu Ziffer geführt und müssen uns dazu nur die Knotenpunkte unserer Strecke merken.

An jedem Knotenpunkt gibt es auch eine Knotenpunkttafel mit einer großen Übersicht, die zeigt, wo wir uns gerade befinden, welche weiteren Knotenpunkte in der Nähe sind und was es in der Umgebung noch zu entdecken gibt. Zwischen diesen Hauptwegweisern sind alle Routen mit Zwischenwegweisern beschildert. Hier brauchen wir nur den eckigen weißen Schildern mit rotem Pfeil und Fahrrad-Symbol zu folgen, die die Richtung für alle Routen anzeigt. So kann nichts schiefgehen!

 

 

Start: Rheinpromenade Emmerich

Der offizielle Startpunkt der Tour ist Emmerich bzw. für uns das infoCenter direkt an der Rheinpromenade nur wenige Schritte entfernt von der Stadtplatte, zwischen Gastronomischer Meile und Wohn-Meile. Hier bekommen wir nicht nur die beiden NiederrheinRäder, die wir vorab bequem online reserviert haben, sondern auch noch jede Menge Tipps von den kompetenten Mitarbeiterinnen vor Ort und Informationsmaterial über weitere Radtouren in Emmerich und im Kreis Kleve.

Habt ihr gewusst, dass Emmerich am Rhein bereits im 14. Jahrhundert Mitglied der Hanse war und auf mehr als 775 Jahre Stadtgeschichte zurückblickt? Auch heute noch besinnt sich Emmerich seiner hanseatischen Wurzeln und ist u.a. Mitglied des Hansebundes der Neuzeit und präsentiert sich gemeinsam mit den Städten Neuss, Wesel und Kalkar-Grieth jährlich auch auf den Internationalen Hansetagen.

 

 

Die Highlights in Emmerich

Plant in Emmerich ein bißchen mehr Zeit ein, denn es gibt hier soooo viel zu entdecken. Dazu gehören auch einige Museen wie das Rheinmuseum als größtes Schifffahrtsmuseum am unteren Niederrhein mit über 150 Modellen & Co. ganz in der Nähe der Rheinpromenade. Auch das Kunst- und Designmuseum PAN kunstforum niederrhein, das u.a. rund 95.000 Plakate aus der Sammlung Ernst Müller beherbergt, ist definitiv einen Besuch wert.

Die „Golden Gate des Niederrheins“…

Das Wahrzeichen der Stadt muss man natürlich auch gesehen haben bzw. ist es auch gar nicht zu übersehen – die „Golden Gate des Niederrheins“. Die Rheinbrücke wurde 1965 für den Verkehr freigegeben und hat beeindruckende Maße: Die Gesamtlänge beträgt 1.228 Meter, die Pylonen sind 77 Meter hoch und die Spannweite zwischen diesen beträgt 500 Meter. Damit ist sie die längste Hängebrücke Deutschlands, die man von einer der schönsten Rheinpromenaden Deutschlands wunderbar sehen kann. Superlativen kann Emmerich auf jeden Fall!

 

 

… und die gastronomische Meile

Wir starten also auf der Rheinpromenade und ich kann mich gar nicht satt an dem Blick auf den Rhein sehen, auf dem gerade jede Menge los ist. Aber auch auf der Rheinpromenade sind die Cafés und Restaurants auf der gastronomischen Meile gut besucht. Bevor unsere Tour richtig losgeht, trinken wir hier nochmal etwas und entscheiden uns für ein Café neben dem Pegelhäuschen. An diesem wird der Emmericher Pegel angezeigt und es ist eine große Uhr befestigt, die sogar von vorbeifahrenden Schiffen aus gelesen werden kann.

Vom Wisseler See bis Grieth

Gut gestärkt geht es weiter die Rheinpromenade entlang in Richtung Kalkar mit den Knotenpunkten 1, 3, 12, 49 und 46 zum Ferien- und Campingpark Wisseler See. Auch hier gibt es die Möglichkeit die giftgrünen NiederrheinRäder auszuleihen und auch hier erwartet euch an der Rezeption auch einiges an Infomaterial über die Region.

 

 

Der Ferien- und Campingpark…

… liegt zwischen Kleve und Kalkar und hält nicht nur perfekte Camping- und Zeltplätze bereit, sondern auch liebevoll gestaltete Ferienunterkünfte, wie Chalets, Treckinghütten oder Wikingerfässer. Also der perfekte Ort, um hier auch zu übernachten. Sehr zu empfehlen ist auch das angrenzende Naturfreibad mit einem modularen Wasserpark, wie ich ihn schon vom Freizeitzentrum Xanten kenne. Hätte ich jetzt meine Badesachen dabei, hätte ich mir wahrscheinlich eine kleine Abkühlung gegönnt, denn der 1 km² großer Natursee mit einem Strandbad und einem abgetrennten Nichtschwimmerbecken ruft förmlich „Spring hinein“. Dazu gibt es einen schönen Sandstrand, eine Liegewiese auf 12.600 km² ha, eine Strandbar und einen Imbiss, familienfreundliche Wasserrutschen, einen Spielplatz, einen SUP- und Tretbootverleih und vieles mehr. Langweilig wird es im Ferien- und Campingpark Wisseler See garantiert nicht.

 

 

Das idyllische Schifferstädtchen Grieth

Dann erreichen wir auch schon den Knotenpunkt 47 bzw. das ehemalige Schiffer- und Fischerstädtchen Grieth, das 1250 gegründet wurde, von 1540-1572 Mitglied im Städtebund der Hanse war und heute über 850 Einwohner hat. Die Lage am Rhein brachte nicht nur Wohlstand durch die Erwerbsquellen Schifffahrt, Fischerei und Handel, sondern auch Bedrohungen wie Hochwasser. Und genau an solch einer Hochwasserschutzanlagen fahren wir vorbei, als wir in den Ortskern von Grieth fahren. Was mir sonst auffällt, ist die Ruhe, die dieses Örtchen ausstrahlt, der unverwechselbare Blick auf den Rhein und das hanseatische Flair. Besonders süß finde ich, dass viele Häuser den Bereich vor der Tür mit Blumen, Bänken oder Strandkörben dekoriert haben, was sicherlich auch den Charme des Städtchens noch unterstützt.

 

 

Mein Tipp: Nehmt euch hier ebenfalls etwas Zeit und bummelt durch die kleinen Gassen von Grieth, besucht das Hanselädchen oder die gotische Kirche St. Peter und Paul mit ihren Kunstschätzen, genießt ein gutes Essen im Restaurant „De Deichgräf“ mit dem perfekten Rheinblick und setzt mit der Personen- und Fahrradfähre „Inseltreue B“ rüber zum rechtsrheinischen Grietherort.

Vorbei am Wunderland Kalkar

Für uns geht es jetzt weiter in Richtung Knotenpunkt 54, fahren dazu wieder aus Grieth heraus und einen Damm entlang. Auf der rechten Seite fällt mir ein großes Sonnenblumenfeld auf, das gerade seine volle Pracht zeigt. Etwas weiter gibt es eine Apfelplantage zu bewundern, deren Früchte man im Hofladen von Edelobst Raadts erwerben kann.

Vor uns taucht das Wunderland Kalkar auf, das ich erst kürzlich besuchen durfte und gerade ist auch der ehemalige Kühlturm mit dem riesigen Kettenkarussell Vertical Swing in Action zu sehen.

 

 

Die fahrradfreundliche Stadt Rees

Kaum erreichen wir den Knotenpunkt 54 geht es von hier aus über die Knotenpunkte 50, 59 nach Rees zum Knotenpunkt 56. Das Gute hier, als fahrradfreundliche Stadt stehen die Bedürfnisse des Radfahrers an erster Stelle. Das bestätigt auch das weite Radwegenetz, was Besucher durch die Natur, zum historischen Stadtkern mit der alten Stadtmauer, zum Skulpturenpark oder zu den unterirdischen Kasematten führt.

Zusätzlich gibt es u.a. mit der Reeser Personenschifffahrt gleich zwei Fahrgastschiffe, die euch zu einer gemütlichen Fahrt über den Rhein einladen. Auch die Reeser Rheinpromenade gehört, wie die Promenade von Emmerich, zu den schönsten und zieht jährlich viele Touristen an.

An dieser Stelle überlasse ich euch wieder eurem Schicksal und wünsche euch viel Spaß beim erradeln der kompletten „Kreis Kleve Route 2“.

Hier findet ihr nochmal alle Knotenpunkte ab Emmerich auf einem Blick:

1, 3, 12, 49, 46, 47, 48, 54, 50,59, 56, 80, 83, 79, 78, 11, 87,86, 88, 8, 26, 25, 7, 2, 3, 1

Mehr Infos über die Tour bekommt ihr im Flyer von der Wirtschaftsförderung für den Kreis Kleve hier und über den Niederrhein Tourismus direkt.

 

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Über mich

Ich bin Nicole, freie Journalistin, waschechte Niederrheinerin und ganz verliebt in meine Heimat!

Ich möchte euch mit zu meinen Lieblingsplätzen nehmen, Menschen und Unternehmen vorstellen, die den Niederrhein ausmachen, von tollen Events berichten, euch interessante Insider-Tipps in Sachen Shopping, Restaurants & Co. geben und noch vieles mehr – ihr dürft gespannt sein!

Ich freue mich, wenn ihr mich auf meiner Reise durch den Niederrhein begleitet!

 

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