Ursel und Bernd Huster aus Velbert:

Der Niederrhein war das Vorbild für einen Stellplatz in ihrer Heimatstadt "Wenn unter der Woche die Sonne raus kommt, dann fahren wir mit unserem Liebelein los und immer wieder gerne an den Niederrhein. Dort gibt es so viele gut ausgestattete Reisemobilstellplätze und auch so viel zu sehen", sagt Bernd Huster (64) aus Velbert, der mit Ehefrau Ursel samt 13 Jahre altem Hund "Lukas" gerne mit seinem Wohnmobil unter-wegs ist. Das inzwischen 26 Jahre alte Gefährt, ein VW LT 28 mit klassischem "Westfalia"-Aufbau, wird liebevoll "Liebelein" genannt.

Seit sechs Jahren fahren die Husters als begeisterte Reisemobilisten durch Deutschland. "Wenn wir auch gerne an den Niederrhein kommen, so standen doch auch Reisen zur Mosel, zur Weser und von Essen nach Berlin auf unserem Programm, aber uns zieht es immer wieder auf die linke Rheinseite", sagt Ursel Huster. Bei ihren Aufenthalten waren sie vor allem begeistert von den Stellplätzen in Waldfeucht, Brüggen, Goch, Issum, Kalkar, Wachtendonk und anderen attraktiven Plätzen am Nieder-rhein. In Kevelaer fanden sie den Reisemobilhafen "Sporthotel Schravelsche Heide" – so wörtlich "eine Wonne für die Augen". Da hatten sie schon ganz andere Plätze kennen gelernt, die nicht so positiv zu beurteilen waren.

Seit August 2008 ist das Ehepaar Ursel und Bernd Huster im Ruhestand, genug Zeit also für noch mehr Fahrten mit ihrem "Liebelein". Zum Niederrhein fahren sie unter anderem deswegen so gerne, "weil man hier so gut Rad fahren kann". Ihre Räder haben sie immer dabei und erkunden per Zweirad die Landschaft. Der gelernte Kunst- und Bauschlosser, der später viele Jahre als Kaufmann tätig war, hat aber auch ein Auge für ganz andere Schönheiten: "Alte Häuser, liebevoll restaurierte Altstädtchen und alte Herrenhäuser sehen wir uns gerne an. Ich bewundere dabei gerne auch die vielen alten Schlosserarbeiten aus vergangenen Tagen", sagt Bernd Huster.

40 000 Kilometer fährt das Ehepaar im Jahr, auf den Niederrhein entfallen ganz viele davon. Da hilft ihnen auch der von ihnen als besonders gelungen bezeichnete Reisemobil-Katalog der Niederrhein Tourismus GmbH, der die Reisemobilisten zu den schönsten Ecken der Region zwischen Rhein und Maas führt.

Die Anstrengungen, die der Niederrhein für die Wohnmobilisten seit Jahren unternimmt, haben bereits als gutes Beispiel gedient: Über eine freie Wählergemeinschaft, die drittgrößte Partei in Velbert ist und in der sich das Ehepaar engagiert, haben die Husters den Antrag gestellt, auch an ihrem Wohnort in Velbert einen Reisemobilstellplatz einzurichten. Die großen Parteien folgten der guten Idee gerne, nicht zuletzt als man hörte, dass Reisemobilisten pro Tag zwischen30 und 70 Euro am Urlaubsort lassen. Velbert bekommt noch in diesem Jahr einen Stellplatz, dem Niederrhein sei Dank! Der neue attraktive Radweg auf einer alten Bahntrasse von Wülfrath über Velbert nach Kettwig wird direkt daran vorbei führen, so dass der neue Platz viel Aufmerksamkeit finden dürfte.